Rosenmontagsumzug steht noch nicht fest

Karneval in Fritzlar: Jecken planen Veranstaltungen - Ungeimpfte bekommen nicht überall Zutritt

Wie die Karnevalisten in Fritzlar die nächste Session feiern und ob es einen Rosenmontagszug geben wird, steht noch nicht fest. Unser Bild entstand beim Umzug 2019.
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Wie die Karnevalisten in Fritzlar die nächste Session feiern und ob es einen Rosenmontagszug geben wird, steht noch nicht fest. Unser Bild entstand beim Umzug 2019.

Die Karnevalshochburgen in Köln und Düsseldorf machen es vor und auch in Fritzlar werden bei so mancher närrischen Veranstaltung nur noch Geimpfte und Genesene zugelassen.

Fritzlar - Man habe eine Verantwortung allen Besuchern und Akteuren gegenüber und da sei der Corona-Schnelltest einfach nicht sicher genug, sagt Andreas Salzmann, Präsident der Fritzlarer Stadtnarren im HNA-Gespräch. Mit der 2G-Regel erhoffe man sich schlicht mehr Sicherheit vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus für alle.

Denn auch die nächste Session, die traditionell am 11. November beginnt, werde unter dem Einfluss des Virus stehen, davon ist Salzmann überzeugt. Allerdings wolle man sich von Corona nicht erneut den ganzen Spaß am Karneval verderben lassen – in der vergangenen Session fand so gut wie keine Veranstaltung statt, auch den Rosenmontagsumzug in Fritzlar haben die Narren absagen müssen. An größere karnevalistische Sitzungen oder gar den großen Rosenmontagszug in Fritzlar war schon gar nicht zu denken.

Karneval in Fritzlar: Narren blicken optimistisch auf die fünfte Jahreszeit - trotz Corona

Und genau das soll nun anders werden: „Wir werden am 11.11. am Rathaus wie gewohnt die Proklamation des Prinzenpaares feiern, ob allerdings die Garde dabei ist, wird sich anhand der dann geltenden Corona-Regeln entscheiden“, sagt Salzmann. Außerdem plane man eine Veranstaltung in der Stadthalle im Februar mit Programm und Zuschauern. „Wir sind etwas optimistischer als im Vorjahr“, sagt Salzmann.

Noch eine Session ohne Veranstaltungen, bei denen vor allem die Kinder und Jugendlichen nicht zeigen könnten, was sie an Tänzen und mehr einstudiert hätten, wäre auch schlecht für das Vereinsleben an sich, so die Prognose des Stadtnarren-Präsidenten. Denn auch bei den Stadtnarren gibt es, wie bei vielen Vereinen, Austritte von Mitgliedern, die mit den geringeren Aktivitäten durch die Coronakrise begründet wurden. „Wir haben Online-Training angeboten und uns bemüht, aber alle konnten wir einfach nicht halten“, sagt Salzmann.

Karneval in Fritzlar: Ob es einen Rosenmontagsumzug geben wird, ist noch unklar

Auch deshalb seien die Veranstaltungen wichtig. „Selbst dann, wenn Abstandsregeln gelten, die nur 120 Leute in der die Stadthalle erlauben würden“, erklärt er. Wenn es erlaubt sei, dann werde auch gefeiert. Selbst, wenn die Stimmung ohne Schunkeln und Nähe vielleicht nicht so gut und ausgelassen sein werde, wie sonst üblich.

Wie es am Rosenmontag wird und ob es wieder Nordhessens größten Straßenumzug in Fritzlar geben werde, stehe allerdings noch in den Sternen. „Da haben wir uns, also die Fritzlarer Karnevalsvereine, noch nicht abgestimmt“, sagt Salzmann.

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Im September finde die Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft Karneval Nordhessen (IKN) statt. Dann würden die Mitgliedsvereine auch darüber sprechen, ob zum Beispiel das IKN Freundschaftstanzen, bei dem bis zu 1200 Kinder und Jugendliche mitmachen, geplant werden soll. „Ob es dann tatsächlich stattfinden kann, wird sich zeigen“, so Salzmann. Man müsse eben die Corona-Entwicklung abwarten. „Die Gesundheit ist das Wichtigste. Und Karneval eben die schönste Nebensache der Welt.“ (Maja Yüce)

Karneval in Hessen: So kreativ feierten die Vereine trotz Corona-Krise im vergangenen Jahr.

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