Tote Tiere in Jesberg

Perverses Spiel? Unbekannte hetzen Tier in Hühnerstall - 100 Hühner brutal getötet

Jesberg: Tötungen im Freigehege - Unbekannte töten ca. 100 Hühner
+
100 tote Hühner aus diesem mobilen Hühnerstall in Jesberg wurden zwischen Montag und Dienstag von Unbekannten getötet.

Ein Loch im Zaun, 100 Hühner tot: Dieser Anblick hat sich am Dienstagmorgen (21.04.2020) in Jesberg in Nordhessen in einem mobilen Hühnerstall ereignet. Was genau passierte, ist unklar. Die Polizei kann nur mutmaßen.

  • 100 Hühner in Jesberg in Nordhessen getötet
  • Tiere wurden im Gehege totgebissen
  • Möglicher Zusammenhang zu ähnlichem Vorfall in Gilserberg

Jesberg - Der Enkel eines Hühnerbesitzers in Jesberg in Nordhessen hat am Dienstagmorgen (20.04.2020) einen grausigen Fund gemacht: Rund 100 der insgesamt 350 Hühner in seinem Freigehege waren gewaltsam getötet worden. Die Tat muss sich der Polizei zufolge in der Nacht von Montag (20.04.) auf Dienstag (21.04.2020) zugetragen haben. Demnach wurden die Tiere totgebissen, teilweise wurden auch die Köpfe abgebissen.

Laut Polizei hat der Enkel des Hühnerbesitzers am Montagabend, gegen 20:30 Uhr, ca. 350 Hühner in den mobilen Kunststoff-Hühnerstall eingeschlossen und kam am nächsten Morgen gegen 9.30 Uhr wieder zurück - da waren die Hühner bereits tot. Es handelt sich dabei um einen mobilen Hühnerstall in der Densberger Straße in der Feldgemarkung „Steinwiese“. Der 10 Meter mal 5 Meter große mobile Stall befindet sich an der Ortsausgangslage Jesberg in Richtung Densberg.

Tiertötungen im mobilen Stall: Rund hundert Hühner betroffen

Das Freigehege für die Hühner in Jesberg in Nordhessen ist mit einem mobilen Kunststoffzaun gesichert. Die Beamten stellten auf der Rückseite des Stalles ein 16 Zentimeter mal 50 Zentimeter großes aufgeschnittenes Loch in dem Kunststoffgitter fest. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass jemand das Loch in den Zaun geschnitten und ein Tier hineingesetzt hat, das sich dann an den Hühnern zu schaffen machte. Die Beamten prüfen derzeit, um was für ein Tier es sich gehandelt haben könnte.

Als die Polizei zum Tatort kam, war die Eingangstür zum Stall noch abgeschlossen und nicht beschädigt. Wie die Hühner getötet wurden, ist jetzt Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Die Polizei in Schwalmstadt ermittelt wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und wegen Sachbeschädigung.

Tiertötungen im mobilen Stall: Unbekannte reißen Hühnern die Köpfe ab

Zu einer ähnlichen Tat kam es bereits Ende März in Gilserberg, zehn Autominuten von Jesberg entfernt. Bei einem Einbruch in einen mobilen Hühnerstall an der B3 bei Gilserberg haben Unbekannte bis zu 100 Hühner getötet. Die Polizei ermittelt. In der Polizeimeldung heißt es, die Täter töteten und stahlen mehrere Hühner, Sachschaden 300 Euro. Im Ermittlungsverfahren gehe es um Einbruch, Sachbeschädigung und Tötung eines Wirbeltieres. „Es könnte einen Zusammenhang zwischen den Taten geben. Wir haben das im Blick, aber es hat noch keine Anhaltspunkte dafür gegeben“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder.

Über den Bundesverband Mobile Geflügelhaltung, in dem Ende Mitglied ist, habe die Tat deutschlandweit Abscheu ausgelöst. 300.000 Menschen hätten sie allein über Facebook wahrgenommen.

Im Schwalm-Eder-Kreis gibt es auch schöne Hühner-Geschichten

Einer Familie aus Frielendorf macht es viel Spaß, unterschiedliche Hühnerrassen* zu züchten, von Wyandotten über Brahma bis New Hampshire. Mit dem Satz „Papa, wir wollen Hühner haben“ begann für Familie Hucke vor drei Jahren ein Hobby, das inzwischen die ganze Familie lebt und liebt. In der Grundschulklasse des großen Sohnes Ruben schwärmten einige Jungs für Hühner und so beschloss auch Ruben, für Familienhühner zu kämpfen.

In Korbach im Landkreis Waldeck-Frankenberg schoss ein Tierquäler mit Pfeil und Bogen auf eine Gans. Das bemerkenswerte: Er griff die Gans zwei Mal an. 

Von Jennifer Greve und Ines Alberti

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.