Feier erst im Mai 2021

Die Party steigt nächstes Jahr: TSV Jesberg musste 100. Geburtstag verschieben

Planen einen großen 100. Geburtstag: Eigentlich hätte der TSV Jesberg am vergangenen Wochenende das Jubiläum am vorigen Wochenende gefeiert, nun hat es der Vorstand auf Mai 2021 verschoben.
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Planen einen großen 100. Geburtstag: Eigentlich hätte der TSV Jesberg am vergangenen Wochenende das Jubiläum am vorigen Wochenende gefeiert, nun hat es der Vorstand auf Mai 2021 verschoben.

Planen einen großen 100. Geburtstag: Eigentlich hätte der TSV Jesberg am vergangenen Wochenende das Jubiläum am vorigen Wochenende gefeiert, nun hat es der Vorstand auf Mai 2021 verschoben.

Der fiel aber coronabedingt aus, er wird im kommenden Jahr vom 28. bis 30. Mai nachgefeiert, kündigt Sprecher André Boss an.

Aber die Jesberger nehmen es sportlich, denn sie haben bereits Erfahrung im Verschieben von Feiern. Bereits 1980 musste der 60. Geburtstag auf 1981 verschoben werden. Der wurde dafür dann umso ausgiebiger nachgeholt.

Es gab strenge Regeln für Mitglieder 

Die 100-jährige Vereinsgeschichte begann erst voller Elan, der aber schnell nachließ: Kaum hatten sich 1920 begeisterte Sportler in einer Turnabteilung zusammen gefunden, ließ der Betrieb nach, bis das Turnen ganz eingestellt wurde. Dann aber nahm das Vereinsleben 1922 Fahrt auf, aus dem Turnverein wurde der Turn- und Sportverein Jesberg, neben Fußball kamen später auch eine Damenabteilung und eine Theaterspielgruppe hinzu, 1928 gar eine Handball- und Schwimmabteilung. Die Nazis aber verwandelten den Spaß an der Bewegung in Manöverübungen: Per Satzungsänderung wurde der sogenannte Wehrsport eingeführt, Gepäckmärsche standen auf dem Programm.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein neu aufgebaut. Wer dabei sein wollte, musste es wirklich wollen, denn es gab strenge Regeln für die Mitglieder: Ein Sportabend war Pflicht, wer drei Mal fehlte, flog raus.

Es standen Fusionen an 

Doch das Vereinsleben blühte. Die Mitglieder aber trieben nicht nur Sport, sie schufteten auch: 1954 konnte das Freibad eröffnet werden, nachdem viele auch mit Hacke und Schippe kostenlos gearbeitet hatten. 1963 stand die erste Fusion an, aus den Fußballabteilungen TSV Gilsatal und Jesberg wurde die Spielgemeinschaft Gilsa/Jesberg – der Fußball ist bis heute die Sparte mit den meisten Mitgliedern. Als 1970 der 50. Geburtstag gefeiert wurde, kam auch die Leichtathletiksparte hinzu, der Sportplatz wurde neu gestaltet, das Clubhaus saniert, Gemeinde und Mitglieder leisteten dafür hohe finanzielle und zeitliche Einsätze.

Gesellschaftlich weiter aktiv sein 

Die 1980er-Jahre war dann die absolute Hochzeit des Tennisbooms, 1988 wurde bereits der dritte Tennisplatz errichtet. Der TSV hatte sich bis dahin zu einem bedeutenden Faktor im sportlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde entwickelt, er zählte 1990 bereits 500 Mitglieder, die Frauenabteilung feierte im selben Jahr den 25. Geburtstag. Als beim TSV dann 1995 der 75. Geburtstag anstand, zählte er bereits 600 Mitglieder. Doch 2006 stand die nächste Fusion an, die SG Gilsa/Jesberg schloss sich mit dem TSV Waltersbrück zusammen, 2013 dann auch mit dem TuS Zimmersrode zur SG Neuental/Jesberg. Zurzeit zählt der TSV 380 Mitglieder, die die Sparten Fußball, Tennis, Volleyball, Turngruppe und Body Fit beleben.

Bis zur Party zum 101. Geburtstag Ende Mai nächsten Jahres hat der TSV vor allem eines vor: Er will nicht nur sportlich fit bleiben, sondern auch gesellschaftlich weiter aktiv sein, kündigt André Boss an.

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