Beherzte Helfer

Daniela Möller aus Jesberg dankt nach schwerem Unfall ihren Helfern

Gibt bunte Geschenke und gute Worte: Daniela Möller aus Densberg dankt ihren Rettern, die ihr nach schwerem Unfall bei Jesberg halfen.
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Gibt bunte Geschenke und gute Worte: Daniela Möller aus Densberg dankt ihren Rettern, die ihr nach schwerem Unfall bei Jesberg halfen.

Daniela Möller hatte vor einigen Wochen einen Autounfall. Sie krachte bei Jesberg frontal gegen einen Baum. Nun bedankt sie sich bei den Ersthelfern für ihren Einsatz.

Das Einzige, an das sich Daniela Möller erinnert, ist der eklige Geruch des Airbags, der ihr mit Wucht entgegenschlug, als ihr Auto frontal vor einen Baum prallte. Bis heute weiß die Densbergerin nicht, wie es passieren konnte, dass sie vor einigen Wochen frontal bei Jesberg gegen einen Baum krachte.

Was sie aber weiß, dass sie beherzte Helfer hatte, die sofort reagierten, als sie sahen, dass der vor ihnen fahrende Skoda Yeti nach rechts von der Fahrbahn abkam und mit Wucht vor den Baum knallte. Denn Daniela Möller selbst konnte sich nicht helfen: „Mein Arm hing ganz merkwürdig und unbeteiligt an mir herunter, ich wusste nicht, wie mir geschehen war“, sagt die 58-Jährige. Ihr einziger Gedanke am Unfallort sei gewesen: „Das schöne Auto!“

Ersthelfer handeln ohne zu zögern nach Unfall bei Jesberg

Die Ersthelfer dagegen hatten ganz andere Sorgen als das zerstörte Fahrzeug. Karl-Heinz Thiel aus Jesberg war direkt hinter der Densbergerin unterwegs, als sie vor seinen Augen am Baum landete. Thiel zögerte nicht, bremste, stellte das Auto ab und rannte zu Daniela Möllers Wagen. Genau wie ein Ehepaar aus Chemnitz, das ebenfalls sofort reagierte und half. Thiel rannte zur nahen Arztpraxis und verständigte Hans-Günther Möges, der mitsamt Arzthelferin zur Unfallstelle eilte.

Mittlerweile hatte das Paar aus Sachsen den linken Unterarm von Daniela Möller mit einem Kleidungsstück abgedeckt um zu verhindern, dass die unter Schock stehende Frau mit großer Platzwunde am Kopf das sah, was alle sofort sahen: Dass die Knochen aus dem linken Arm weit herausstachen.

So sah der Skoda nach dem Unfall aus: Daniela Möller fuhr frontal vor einen Baum und wurde schwer verletzt.

Als der Rettungswagen kurz darauf anrollte, hatte Daniela Möller nur einen Gedanken: „Frag sie, wie sie heißen“, rief sie Karl-Heinz Thiel zu, den sie selbst gut kannte – doch das Ehepaar aus Chemnitz war ihr fremd, der Name deshalb wichtig.

Unfallopfer aus Jesberg dankt Helfern für ihren Einsatz

Denn die 58-Jährige bedankt sich gerade bei all ihren Helfern für deren unerschrockenen Einsatz. Für die Jesberger Helfer und Retter hat sie Gutscheine der örtlichen Eisdiele gekauft, die sie selbst überbrachte, nachdem sie wieder halbwegs auf den Beinen war. Das Ehepaar aus Chemnitz hat sie bereits angerufen und mit guten Worten überschüttet.

Man sollte meinen, dass der Einsatz selbstverständlich ist, den die Helfer da leisteten, aber Daniela Möller hat mit eigenen Augen gesehen, dass dem nicht so ist: „Als die Helfer an meinem Auto waren und die Tür aufrissen, fuhren viele Lastwagenfahrer wütend und hupend am Unfallort vorbei, mancher hat sogar einen Vogel gezeigt, weil sie das Hindernis umfahren mussten.“

Nach Unfall bei Jesberg: Daniela Möller hat noch mit Folgen zu kämpfen

Daniela Möller ist noch nicht wieder gesund, hat noch schlimme Wunden und kann die linke Hand kaum bewegen, aber sie ist dankbar, dass sie allein unterwegs war, dass sie nicht in den Gegenverkehr geriet und dort einen Menschen verletzte. Über die Unfallursache kann sie nach wie vor nichts sagen, hat einen totalen Blackout.

Jetzt bleibt ihr die Dankbarkeit: Dass sie selbst am Leben ist und so viele Menschen hatte, die ihr halfen. Das Dankesagen ist ihr wichtig: „In Zeiten, in denen Helfer, Sanitäter und Feuerwehrleute beschimpft und bedroht werden, muss doch mal einer was Nettes sagen.“ Die Retter werden diese Worte mit Freude hören. (Claudia Brandau)

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