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Densberger Feuerwehr holt Medaille bei Olympischen Spielen in Slowenien 

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Von: Claudia Brandau

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Sie holten Gold in ihrer Wertungsgruppe: Das Team der Densberger Feuerwehr belegte einen vorderen Platz bei den Olympischen Spielen in Slowenien. Hintere Reihe von links nach rechts: Ralf Debus, Stefan Schütz, Jens Neumann, Udo König und Maik Schömann. Vordere Reihe von links nach rechts Sebastian Möller, Robert Schüßler, Markus Aubel, Jürgen Thiel und Martin Gössel.
Sie holten Gold in ihrer Wertungsgruppe: Das Team der Densberger Feuerwehr belegte einen vorderen Platz bei den Olympischen Spielen in Slowenien. Hintere Reihe von links nach rechts: Ralf Debus, Stefan Schütz, Jens Neumann, Udo König und Maik Schömann. Vordere Reihe von links nach rechts Sebastian Möller, Robert Schüßler, Markus Aubel, Jürgen Thiel und Martin Gössel. © Feuerwehr Densberg

Großer Erfolg: Die Densberger Feuerwehrleute haben bei der 17. Feuerwehr-Olympiade in Slowenien eine Goldmedaille geholt.

Densberg – Erfolgreiche Teilnahme: Die Densberger Feuerwehrleute haben bei der 17. Feuerwehr-Olympiade in Slowenien eine Goldmedaille geholt. Dabei war die Konkurrenz groß, denn mehr als 2600 Feuerwehrleute aus zwölf Nationen waren bei dem internationalen Wettbewerb mit vielen Wertungsklassen des Weltfeuerwehrverbandes dabei.

Es war bereits das vierte Mal, dass sich die Densberger für die Spiele qualifiziert hatten, doch das erste Mal, dass sie eine Goldmedaille mit nach Hause in den Kellerwald brachten. „Wir sind sehr, sehr stolz“, sagt Trainer Udo König, der das zehnköpfige Team zusammengestellt und gecoacht hatte, das die Goldmedaille in der Wertungsgruppe B geholt hatte.

In der Disziplin traditioneller Feuerwehrwettbewerb werden die Medaillen Gold, Silber und Bronze je an das entsprechende Drittel der Gesamtwertung vergeben. Udo König erklärt, was das bedeutet: Die Densberger haben nicht alleine einen 1. Platz belegt, sondern gehören in ihrer Wertungsklasse zum ersten Drittel der erfolgreichsten Mannschaften. Die Teams im zweiten Drittel erhielten eine Silbermedaille, die im dritten Drittel eine Bronzemedaille. „So geht niemand ohne Auszeichnung nach Hause“, betont Günter Noll, der zusammen mit Moritz König als Betreuer mit in Slowenien gewesen war.

Goldmedaille für Densberger Feuerwehr bei Olympiade in Slowenien

Die Mitglieder des zehnköpfigen Wettkampfteams waren den Regeln entsprechend über 30 Jahre alt, alle brachten gute sportliche Leistungen auf den Platz – und das trotz Hitze.

„Wir hatten Glück, wir standen bereits am Samstagmorgen bereits um 9.15 Uhr auf der Bahn und eben nicht in der Mittagshitze“, sagt Udo König. Doch waren die Olympischen Spiele dennoch alles andere als eine gemütliche Angelegenheit: Die lange Anreise ins slowenische Celje, die Hitze, die provisorische Unterkunft in einem Klassenzimmer mit zwölf Leuten – ein Wellnessurlaub sieht anders aus.

Für Udo König aber, der wie alle anderen Teilnehmer in der Densberger Wehr aktiv ist, waren das Nebensächlichkeiten: „Je schlechter die Bedingungen, umso größer der Zusammenhalt und die Motivation,“ so seine Erfahrung. König sollte recht behalten: Die Densberger setzten sich gegen die anderen 26 Gruppen in den Disziplinen Löschangriff und dem 400 Meter-Staffellauf mit drei Hindernissen durch.

Feuerwehr Densberg: Vorfreude auf die nächste Olympiade

Die Großveranstaltung, bei der die deutschen Teams insgesamt sieben Goldmedaillen errangen, war pandemiebedingt um ein Jahr verschoben worden, die nächsten Spiele finden daher bereits 2025 statt. Macht der Termin jetzt schon Stress? „Jetzt trägt uns noch der Jubel“, sagt Udo König, „aber natürlich schielen wir schon mit einem Auge aufs kommende Jahr.“

Denn 2023 wollen sich die Densberger bei den hessischen Vorentscheidungen, 2024 dann bei den bundesweiten Wettbewerben qualifizieren, um 2025 wieder anzutreten.

Wäre es dann nicht prima, die Spiele würden dann an einem Ort ausgetragen, an dem es nicht so heiß ist? „Ach, egal“, winkt Günter Noll, selbst ehemaliger Wehrführer in Densberg ab, und lacht. „Wenn es brennt, löschen wir ja auch in voller Schutzbekleidung und nicht mit freiem Oberkörper.“ (Claudia Brandau)

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