Heiko Manz möchte in Jesberg Bürgermeister werden

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Setzt auf persönlichen Kontakt und neue Medien: Heiko Manz (34) aus Densberg geht als Kandidat der SPD in die Bürgermeisterwahl in Jesberg.

Jesberg. Jetzt ist Endspurt für den Wahlkampf in Jesberg: Heiko Manz (34) aus Densberg geht am Sonntag, 12. März, für die SPD ins Rennen um das Bürgermeisteramt.

Noch neun Mal schlafen, dann ist die Wahl. Bekommen Sie langsam Angst vor der eigenen Courage?

Heiko Manz: Nein, ich bin ein positiver Mensch, ich gehe optimistisch durchs Leben – und ich gehe auch gerne voran. Angst vor der eigenen Courage habe ich ganz sicher nicht.

Nun ja: Im Erfolgsfall übernähmen Sie das Amt von einem, der es 24 Jahre inne hatte. Günter Schlemmer kennt jeden Stein in der Gemarkung Jesberg. Ein schweres Erbe, oder?

Manz: Was sagt man immer: neue Besen kehren gut. Der alte Besen hat richtig gut gekehrt – aber ich habe einen ganz eigenen Blick auf die Dinge.

Welchen denn?

Manz: Ich will neue Akzente setzen. Und zeigen, dass Jesberg eine absolut lebens- und liebenswerte Gemeinde ist. Das fängt bei einer bürgerorientierten Verwaltung und bedarfsgerechten Kinderbetreuungsangeboten an und hört bei einem lebendigen Vereinswesen auf.

Aber ist Jesberg nicht auch eine Gemeinde, die noch weiter mit Nachbargemeinden fusionieren wird?

Manz: Da muss man die Optionen prüfen, schauen, was überhaupt machbar ist. Die Bürger müssen weiter bei uns im Rathaus die Leistungen finden, die sie jetzt auch schon haben. Aber natürlich kann man schauen, wo man noch effektiver arbeiten kann.

Eine komplette Fusion, also das Verschmelzen von zwei kleinen Gemeinden ist also kein Thema?

Manz: Ich habe in meiner Tätigkeit bei der Kirche erlebt, wie aus drei Kirchenkreisen zwei wurden, wie zwei Verwaltungen zu einer verschmolzen: Und keine stand nachher besser da. Aus zwei Kranken wird eben nicht mal eben schnell ein Gesunder. Dennoch sollte die machbarkeit geprüft werden.

Das Gewerbe in Jesberg beispielsweise könnte gesünder dastehen...

Manz:Wir verfügen über ein breites und gutes Gewerbe. Ich würde aber prüfen, ob ein weiteres Gewerbegebiet an der B3 ausgewiesen werden kann. Heute suchen die Firmen meistens jedoch einen direkten Autobahnanschluss und die Lage an den Bundesstraßen sind weniger gefragt. Es wird schwierigwerden, neue Betriebe anzusiedeln. Die Frage muss also nicht nur lauten, wie man neue Unternehmen für Jesberg begeistern kann, sondern was man tun kann, um die jetzigen Gewerbetreibenden zu unterstützen. Im Wahlkampf habe ich daher fast alle Gewerbetreibenden besucht.

Was sollte in Jesberg so bleiben wie es ist?

Manz: Das gute Miteinander im Gemeindeparlament. Das ist unter anderem das Verdienst von Günter Schlemmer, dass alle Fraktionen so reibungslos miteinander arbeiten, das soll unbedingt auch weiter so laufen – ganz gleich, wie die Wahl ausgeht. Ich würde das Wohl der Gemeinde immer vor die Interessen der Partei stellen.

Aber Sie wollen schon gewinnen?

Manz: Natürlich will ich das. Ich bin mir sicher, dass ich auf Grund meiner Ausbildung und meiner Erfahrung der richtige Nachfolger von Günter Schlemmer bin.

Warum eigentlich? Sie sind ja noch sehr jung und ziemlich neu in der Kommunalpolitik...

Manz: Das ist aber auch ein Vorteil: Ich kann ganz unbefangen und mit offenem Blick an die Dinge herangehen. Und genau das tue ich.

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