„Starkes Dorf“

Hundshäuser weihen neue Boule-Bahn am Dorfplatz ein

Starkes Dorf:  (von links) Antragsteller Marc Richter (Schlepperfreunde Diebelsborn), Vorsitzender Jürgen Lau, Ortsvorsteher Martin Gombert, Helga Stumpf (Kirchenvorstand), Bürgermeister Heiko Manz und Landtagsabgeordneter Mark Weinmeister.
+
Für den Bau ihrer Boule-Bahn haben die Hundshäuser aus dem gleichnamigen Landesprogramm profitiert: (von links) Antragsteller Marc Richter (Schlepperfreunde Diebelsborn), Vorsitzender Jürgen Lau, Ortsvorsteher Martin Gombert, Helga Stumpf (Kirchenvorstand), Bürgermeister Heiko Manz und Landtagsabgeordneter Mark Weinmeister.

Hundshausen – Da sage noch einer, die Hundshäuser schieben eine ruhige Kugel – von wegen. An nur drei Wochenenden Arbeitseinsatz haben sie sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt und eine Boule-Bahn mitten im Dorf gebaut.

Dafür dürfen sie sich jetzt „Starkes Dorf“ nennen. Denn finanziert wurde die drei Meter breite und 12,5 Meter lange Bahn am Dorfplatz direkt neben der Kirche mit 4200 Euro aus dem Landesprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit“.

Der jüngste Verein in Hundshausen, die aus dem Dorfjubiläum hervorgegangenen Schlepperfreunde Diebelsborn um Vorsitzenden Jürgen Lau, hatten den Antrag gestellt. Gemeinsam mit dem Ortsbeirat um Martin Gombert bauten sie die aus vier Schichten aufgebaute Bahn, eingefasst in rustikale Randsteine passend zum Ensemble des Dorfplatzes rund um Dorfgemeinschaftshaus und Kirche.

Zur Einweihung am Samstagnachmittag mit Bratwurststand und Bierpils war der Platz wie aus dem Ei gepellt – 25 der 220 Hundshäuser hatten sich am gemeinsamen Dorfputz beteiligt, sagte der Ortsvorsteher.

„Das ist Sinn des Programms – dass man sich engagiert“, sagte Hessens Europastaatssekretär Mark Weinmeister (CDU), der die Medaille „Starkes Dorf“ im Gepäck hatte. Das Leben auf dem Dorf, wo jeder jeden kenne, sei nichts für Feiglinge, so der Politiker aus Guxhagen – um so wichtiger sei es, die Gemeinschaft zu stärken. In Hundshausen sei dies mit der neuen Attraktion für Jung und Alt gelungen.

„Es ist nicht gerade ein Schwalm-Eder-Sport“, so der 54-Jährige. Vielmehr halte mit der Boule-Bahn ein Stück französischer Lebenskultur Einzug in Hundshausen.

Und darüber freuten sich am Samstag viele Hundshäuser, die das neue Spiel mit den Eisenkugeln ausprobierten. Teams von zwei bis sechs Spielern können antreten. Einige Hundshäuser hatten sogar schon ihr eigenes Boule-Set mitgebracht – für alle anderen stellen die Schlepperfreunde die Kugeln direkt an der Bahn zur Verfügung, auch ein Schild mit den Spielregeln steht dort.

Das Boule-Bahn-Projekt –„ein Zusammenspiel, wie man es sich wünscht“, lobte Bürgermeister Heiko Manz die Kooperation auch mit der Kirchengemeinde.

Denkmalschutz und Kirchenamt waren ebenfalls an den Plänen beteiligt, Pfarrer Reinhard Keller beauftragte den Kirchenplaner mit der Skizze. „Super, was die Hundshäuser wuppen können“ – schon die alten Griechen seien von dem Spiel mit den Steinkugeln fasziniert gewesen, berichtete Kirchenvorstandsmitglied Helga Stumpft in einem Grußwort von Pfarrer Keller.

Durch den geplanten Umbau des Dorfgemeinschaftshauses werde der Dorfplatz und damit auch die Dorfgemeinschaft weiter profitieren, kündigte Bürgermeister Manz an.

Ein Förderbescheid über 135 000 Euro liegt im Rathaus vor, „wir werden 210 000 Euro ins Dorfgemeinschaftshaus stecken, sodass sich das DGH öffnet zum Dorfplatz“ – im kommenden Jahr soll alles fertig sein. Dann haben die Hundshäuser wieder einen Grund zu feiern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.