Neustart

In Jesberg entsteht ein Gesundheitszentrum

An der ehemaligen Gärtnerei Umbach soll das neue Gesundheitszentrum entstehen: Die frühere Eigentümerin Herta Umbach hat das Grundstück in der Frankenberger Straße dafür verkauft.
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An der ehemaligen Gärtnerei Umbach soll das neue Gesundheitszentrum entstehen: Die frühere Eigentümerin Herta Umbach hat das Grundstück in der Frankenberger Straße dafür verkauft.

Die Lage könnte gar nicht besser sein: In Jesberg wir die medizinische Versorgung komplett neu organisiert – nun ist auch ein Standort für den Bau eines Gesundheitszentrums gefunden worden.

Jesberg – Es soll in der Frankenberger Straße 14 am früheren Gelände der Gärtnerei Umbach entstehen. Vor Kurzem hat die Hausarztgemeinschaft Waldeck-Wolfhager Land den Vertrag unterschrieben, der alle Pläne ganz konkret werden lässt.

„Noch vor Weihnachten haben wir die Bauanfrage gestellt und in der Gesellschafterversammlung die ersten Architektenpläne besprochen“, sagt Geschäftsführer Jörg Feldmann. Ziel sei es, möglichst schnell eine moderne Praxis, idealerweise mit anderen Gesundheitsanbietern zu erstellen.

Bislang nutzt die Hausarztgemeinschaft noch die Praxisräume von Dr. Annegret Döring, die nach 40 Jahren hausärztlicher Tätigkeit in Jesberg in den Ruhestand gegangen ist.

Der Neustart sei notwendig, um auch jüngere Ärztinnen und Ärzte für die Arbeit in Jesberg zu interessieren, sagt Feldmann. Der Neubau setze ein positives Signal, um Medizinern als auch medizinischen Fachangestellten ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen.

Doch vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt: Bis es soweit ist und die hausärztliche Versorgung ins neue Gebäude verlagert werden kann, werde man in Jesberg mit einem erheblich beschränkten Angebot arbeiten müssen und deshalb den Standort in Jesberg aufgrund des besseren Raumangebotes maximal besetzen.

Zwei neue Ärzte in Jesberg und Bad Zwesten

Das hatte auch schon Bürgermeister Heiko Manz in der Parlamentssitzung angekündigt: Die Hausarztgemeinschaft werde Zeit brauchen, bis die neuen Strukturen stehen. Nach dem Ausscheiden von Dr. Döring und Dr. Schürbrock beginnen zwei junge Ärzte zum Jahresanfang ihre Tätigkeit in Jesberg und Bad Zwesten, zeitgleich aber fehlten Medizinische Fachangestellte, um alle gewohnten Sprechzeiten an allen Standorten aufrecht zu erhalten. Deshalb werde es für die Übergangszeit erforderlich sein, die Sprechzeiten in Neuental und Jesberg zu reduzieren, – dafür würden sie in Bad Zwesten verlängert.

Ab 1. Januar werden nur noch Terminsprechstunden angeboten – das soll die Wartezeiten verkürzen. Termine werden auch über die Homepage hausarztgemeinschaft-Edersee.de vergeben, für Akuttermine sollte man morgens in der Zeit zwischen 8 und 9 Uhr in der Praxis anrufen und eventuell auch Namen und Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter hinterlassen.

Das kommende Jahr werde also eine Übergangsphase, in der Geduld gefragt sei, kündigte Bürgermeister Heiko Manz an. Dennoch ließ er keinen Zweifel daran: „Das Gesundheitszentrum wird ein Meilenstein um die ärztliche Versorgung im Ort und der Region sicher zustellen.“

Glücklich und zufrieden zeigte sich auch Herta Umbach, die frühere Eigentümerin des Baugrundstücks, die dort jahrzehntelang eine Gärtnerei betrieb. „Etwas Besseres hätte doch mit dem Gelände gar nicht passieren können“, sagte sie im Gespräch mit der HNA. Mit dieser Ansicht steht sie garantiert nicht alleine da. (Claudia Brandau)

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