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Christopher Heinrich aus Jesberg baut Möbelstücke aus Europaletten

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Von: Lea Beckmann

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Christopher Heinrich aus Jesberg-Elnrode sitzt in einem Strandkorb aus Europaletten.
Christopher Heinrich aus Jesberg-Elnrode fertigt in seiner Hobby-Werkstatt „Erich’s Palettenmanufaktur“ Möbelstücke aus Europaletten. © Lea Beckmann

Eine Sitzbank, ein Hochbeet oder doch lieber einen Strandkorb – Christopher Heinrich (36) aus Jesberg-Elnrode fertigt diese Möbelstücke ausschließlich aus Europaletten an.

Jesberg – Elf Bretter, neun Klötze, 78 Nägel – das braucht es für eine Europalette. Mit ihrer Einführung vor 60 Jahren wurde der Güterverkehr deutlich erleichtert. Neuerdings sind die Paletten auch ein Lieblingsutensil der Heimwerker-Bewegung. Christopher Heinrich aus Jesberg-Elnrode fertigt bei sich in seiner Hobby-Werkstatt Möbelstücke aus Europaletten in seiner „Erich’s Palettenmanufaktur“.

„Es fing mit einem Strandkorb an“, sagt Christopher Heinrich. Seine Frau Sarah Heinrich hatte sich 2016 einen zum Geburtstag gewünscht. „Sie zeigte mir davon ein Bild im Internet, der war aber aus Europaletten gebaut“, sagt er. Also machte er sich selbst ans Werk und fertigte einen Strandkorb an.

Seine Frau stellte ein Bild von Christopher Heinrichs Werk ins Internet und daraufhin meldeten sich Freunde und Bekannte bei ihm. „Auf einmal wollten alle so einen Korb haben.“ 2018 richtete er sich dann in seiner Hobby-Werkstatt die „Erich’s Palettenmanufaktur“ ein. Seit- dem baut der hauptberufliche Soldat jegliche Möbel aus Europaletten.

Für die Herstellung eines Strandkorbs braucht Christopher Heinrich ungefähr einen Tag

„Ich fertigte individuell auf Kundenwunsch die Stücke an“, erklärt er. Ihm reicht ein Foto oder eine Skizze, wie der Kunde sich das vorstellt und dann hat der 36-Jährige einen Plan im Kopf. Doch wie wird aus einer Europalette ein Möbelstück? „Man muss wissen, wo man die Palette ansägt und am Ende baut man einfach alles zusammen.“ Christopher Heinrich hat am Anfang öfter auch mal falsch gesägt. „Da gingen einige Paletten drauf, aber man muss es einfach ausprobieren“, sagt er.

Aber mittlerweile weiß der gelernte Dachdecker genau, wie er die Palette ansägen muss. Für einen Strandkorb braucht Christopher Heinrich ungefähr einen langen Werktag. Da beim Bauen der Möbel immer ein paar Stücke der Europalette übrig bleiben, nutzt Christopher Heinrich diese für Deko-Artikel. Passend zur Jahreszeit schnitzt er Blumen für den Frühling oder im Winter Tannenbäume in die Europaletten. Solch einen Deko-Artikel hat er in einer dreiviertel Stunde fertig.

Kreativ: Christopher Heinrich aus Jesberg-Elnrode fertigt in seiner Hobby-Werkstatt aus den Resten der Europaletten auch Deko-Artikel an.
Kreativ: Christopher Heinrich aus Jesberg-Elnrode fertigt in seiner Hobby-Werkstatt aus den Resten der Europaletten auch Deko-Artikel an. © Lea Beckmann

Christopher Heinrich: Möbelstücke werden naturell oder flambiert verkauft

Er verkauft seine Stücke entweder naturell, so wie er die Europalette auch gekauft hat oder flambiert, „dann sehen sie etwas dunkler aus.“ Die Europaletten besorgt er sich beim Palettenhandel.

Am beliebtesten ist immer noch der Strandkorb, sagt er. „Aber Frauen bestellen gerne bei mir Stehtische als Geschenk für ihre Männer“, sagt Christopher Heinrich. Und 2021 hat er auch viele Hochbeete anfertigen müssen.

Doch damit die Möbel- und Deko-Stücke auch lange halten, empfiehlt er, das Holz mit Klarlack oder Holzschutz einzupinseln. „Sonst wird das Holz ganz schnell gräulich“, sagt der Paletten-Experte. (Lea Beckmann)

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