Pflanzen ist ein harter Job 

Jesberg: Junge Erwachsene setzten mit dem Verein Bergwaldprojekt 900 Bäume 

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Sorgen für mehr Grün im Kellerwald: Merlind Sieben, Gruppenleiterin Bergwaldprojekt (links) und Praktikant Anselm Gilbert aus Bad Endbach helfen mit, 900 neue Bäume zusetzen. 

Jesberg. Das nennt sich Einsatz: Die jungen Leute, die jetzt im Jesberger Wald schufteten, kamen beim Graben, Buddeln und Pflanzen ganz schön ins Schwitzen.

„Der Waldboden ist trocken und hart“, sagte Anselm Gilbert aus Bad Endbach. Der 20-Jährige leistet ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Frankfurter Naturkindergarten. Für die Dauer einer Woche hatte er den Kindergarten gegen den Wald getauscht und war als einer von 13 Freiwilligen beim Bergwaldprojekt im Jesberger Forst dabei.

Einen solchen Job sieht er als willkommene Abwechslung während seines Freiwilligenjahres: Die Arbeit im Wald sei zwar körperlich viel anstrengender, „aber ohne Kinder ist es doch ruhiger, das ist auch mal schön.“ So arbeitete der angehende Pädagogik-Student am Erhalt und Schutz des Naturparks Kellerwald mit.

Findet die Aktion besonders: Franziska Geissbühler von den Evangelischen Freiwilligendiensten der Diakonie Hessen.

„Diese Aktion ist insofern besonders, da sich junge Menschen ganz verschiedener Kulturen sieben Tage lang freiwillig und mit harter Arbeit für den Wald hier einsetzen“, sagt Franziska Geissbühler von den Evangelischen Freiwilligendiensten der Diakonie Hessen.

In Jesberg pflanzten sie Spitzahorn und Bergahorn auf Windwurfflächen, wo zuvor Fichten und Douglasien standen, bis die dem Sturm zum Opfer fielen. Auch Hainbuchen, Eichen und Rotbuchen stehen in der Nähe. Obwohl der Kellerwald wegen seines großen Bestands an Buchen schützenswert ist, befindet sich oberhalb der Schutzhütte und des Schönauer Tanzplatzes ein klassischer Mischwald.

Zusammenarbeit mit dem Forstamt

„Dort hat sich keine Naturverjüngung ergeben, daher helfen wir nach“, sagte Projektleiter Lars Asmussen vom Verein Bergwaldprojekt. Er arbeitet seit mehreren Jahren mit dem Forstamt Jesberg zusammen. Das hat die Pflanzarbeiten vorbereitet. Mitarbeiter von Hessen-Forst lieferten die jungen Bäume den Freiwilligen direkt vor Ort.

Für die FÖJ- und FSJ’ler ist das Bergwaldprojekt eines von insgesamt fünf Seminaren, die sie während ihres Freiwilligenjahres bei der Diakonie absolvieren. Mit dem 17-jährigen Mohammad Mohammadi aus Afghanistan ist auch ein Flüchtling unter den Teilnehmern. Ab August sind noch Plätze für FSJ/FÖJ bei den Evangelischen Freiwilligendiensten der Diakonie Hessen frei. 

Kontakt:  Andrea Metz, Evangelische Freiwilligendienste in Kassel, Tel.: 05 61/10 95 35 43, Email: andrea.metz@diakonie-hessen.de. www.ev-freiwilligendienste-hessen.de, www.diakonie-hessen.de.

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