Einzige weibliche Köhlerin Europas im Verein

Schon längst Kult: Meilerfest der Jesberger Köhler

Stolz mit ihren Werken aus der Köhler-AG: Lehrmeisterin Kerstin Zülch mit Luca, Marlon, Marec und Nils. Foto: Büchling

Jesberg. Es ist eine Kultveranstaltung und mittlerweile zu einem Volkswandertag geworden, das Meilerfest der Jesberger Köhler.

Sie kommen aus allen Richtungen, um den romantischen Ort, den Diebelsborn, der zwischen Hundshausen und Sebbeterode im Wald liegt, zu erreichen.

Mit der Jesbergerin Kerstin Zülch, haben sie die einzige weibliche europäische Köhlerin als 1. Vorsitzende, deren Hobby die Ausbildung des Köhlernachwuchses ist.

Sie unterrichtet alle 14 Tage an der Jesberger Schule den Köhlernachwuchs. Auch beim Fest am Sonntag wurde den zwei Jungköhlern Marlon und Luca als Auszeichnung das rote Halstuch, ein Zeichen der Köhler-Zunft, vor großem Publikum überreicht. Köhlervereine aus Holland, Bad Orb und Glasofen im Spessart hatten ihre Abordnungen geschickt, vielleicht auch ein kleines Danke an die Jesberger Köhler, die ihnen das Köhlerhandwerk beigebracht haben.

Schau der Jagdhunde

Im Rahmenprogramm wurde den Besuchern bei einer Jagdhundeschau, von der professionellen Hundetrainerin Barbara Schäfer aus Linsingen moderiert, die gleichzeitig auch Sachverständige für Jagdkynologie ist, die Hunde mit ihren unterschiedlichen Wesensmerkmalen vorgestellt.

Wie immer eine große Gaudi sind die starken Männer bei der Waldolympiade. Egal ob einen Raummeter Holz aufladen und über eine bestimmte Strecke mit Muskelkraft ziehen, Wettsägen, Nageln oder Stammstoßen, Kraft und Geschicklichkeit waren Trumpf. Für die Jüngsten gab es Fichtenzapfenwerfen, das die Jungköhler in Verbindung mit Hessen-Forst organisiert hatten. Die Preise konnten sich sehen lassen: Der Gewinner bekam einen Rehbraten, der zweite Preis war ein Meter Holz, der dritte Preis ein Weihnachtsbaum.

Die Waldolympiade gewannen die Hundshäuser Büffel vor den Rommershäuser Wildsäuen und dem Erdinger Stammtisch Obergrenzebach. Insgesamt herrschte bei den Teilnehmern der olympische Gedanke vor, denn die Mannschaften hatten sich nach dem Wettkampf verständigt, dass sie wegen des fairen Wettkampfes den 1. Preis, ein Spanferkel und 50 Liter Bier, im Juli bei einem gemeinsamen Grillfest verzehren werden.

Zu einer solchen Waldveranstaltung gehört eine musikalische Untermalung. Sie wurde vom Kreisjagdverein Hubertus Ziegenhain mit ihren Jagdhornklängen geboten.

Wurst vom Wildschweine 

Pfarrer Bernd Hollatz vom Kirchspiel Jesberg hatte beim Waldgottesdienst ein Heimspiel. Vom gemischten Chor aus Sebbeterode wurde er mit Liedbeiträgen unterstützt. Dass nach dem Gottesdienst keiner Hunger leiden musste, dafür sorgten die beiden Metzgermeister Ralf Happel und Burghard Claus. Für Wildschwein- und normale Bratwurst sowie Spießbraten standen die Besucher Schlange.

Von Peter Büchling

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