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Jesberger schicken Sattelschlepper mit Hilfsgütern für die Ukraine nach Polen

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Von: Claudia Brandau

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Sie stehen für alle, die helfen: Die Jesberger haben Hilfsgüter für die Ukraine gesammelt, ein Laster der Firma Drüsedau hat sie in die polnische Partnergemeinde Wysoka gebracht. Von links Jürgen Lau vom Bauhof, GBI Maik Schultz, Bürgermeister Heiko Manz, Apothekerin Anja Rödel, Edeka-Leiter Oliver Weissing, Dennis Knauff von der Feuerwehr, davor Markus Aubel (Drüsedau) und am Laster Alexander Drüsedau.
Sie stehen für alle, die helfen: Die Jesberger haben Hilfsgüter für die Ukraine gesammelt, ein Laster der Firma Drüsedau hat sie in die polnische Partnergemeinde Wysoka gebracht. Von links Jürgen Lau vom Bauhof, GBI Maik Schultz, Bürgermeister Heiko Manz, Apothekerin Anja Rödel, Edeka-Leiter Oliver Weissing, Dennis Knauff von der Feuerwehr, davor Markus Aubel (Drüsedau) und am Laster Alexander Drüsedau. © Gemeinde Jesberg

In der Not stehen alle zusammen: Diese Erfahrung haben gerade die Jesberger gemacht, die sich an einer riesigen Hilfsaktion für die Kriegsopfer in der Ukraine beteiligt haben.

Jesberg – Die Firma Drüsedau Wertholzböden aus Jesberg hat einen Sattelschlepper zur Verfügung gestellt, der jetzt all die Hilfsgüter in die polnische Partnergemeinde Wysoka und damit Richtung Ukraine transportierte. Sie sollen wenigstens einen winzigen Teil der unfassbaren Not lindern, die der russische Angriff über Land und Leute gebracht hat.

Es ist längst nicht nur Kleidung, die da hochprofessionell auf den Sattelzug gepackt wurde: In sage und schreibe 64 Umzugskartons wurden und Schul- und Bastelbedarf, Medikamente, Hygieneartikel, Babynahrung, haltbare Lebensmittel an Bord des großen Transporters gepackt. Der war noch kurz zuvor mit Holz beladen von Polen aufs Densberger Firmengelände von Drüsedau gerollt: Das Unternehmen sponserte nun die Rückfahrt, die wegen des Krieges zu einem Hilfstransport wurde.

Jesberger schicken Hilfsgüter Richtung Ukraine

Dass das möglich wurde, dafür sorgten Hunderte Menschen: Die Feuerwehr habe sich wie immer als zuverlässiger Ansprechpartner erwiesen, berichtet Bürgermeister Heiko Manz: Sie habe zusammen mit der Jugendwehr Sachspenden gesammelt, der Ortsbeirat habe Kaffee und Kuchen verkauft, die Apothekerfamilie Rödel hat medizinische Güter und Arzneien im Wert von 2500 Euro gespendet, Oliver Weissing vom Edeka-Markt hat Lebenswichtiges zum Einkaufspreis verkauft und 2000 Euro gegeben, die Kirchengemeinde hat 800 Euro bei Friedensgebeten gesammelt, der TuS Jesberg hat sich genauso eingesetzt wie die Jagdgenossen – garantiert ist diese lange Liste der Helfer, Spender, Tatkräftigen damit immer noch nicht vollständig.

Doch sie alle, ob hier genannt oder nicht, sorgten dafür, dass die Ware im Wert von 20 000 Euro nun da ankommt, wo sie gebraucht wird: In der Partnergemeinde Wysoka, in der Flüchtlinge in Hallen am Boden schlafen – Betten sind dort längst Mangelware. Und so gingen auch Isomatten und Decken auf die Reise.

Jesberg hat bereits Krisenstab gebildet, um auf die Ankunft geflüchteter Ukrainer vorbereitet zu sein

Wysokas Bürgermeister Artur Klysz hält seinen deutschen Kollegen Heiko Manz auf dem Laufenden, berichtet von der Herausforderung, die ungezählte polnische Orte stemmen, indem sie Kriegsflüchtlinge aufnehmen.

Auch Heiko Manz rechnet damit, dass die Kellerwaldgemeinde schon bald Ukrainer beherbergen wird. Die Gemeinde hat bereits einen Krisenstab gebildet: „Wir wollen vorbereitet sein.“

Fünf freie Wohnungen für Geflüchtete wurden der Gemeinde gemeldet, eine soll demnächst schon bezogen werden. Heiko Manz weiß die Hilfsbereitschaft und Tatkraft der Menschen in seiner Gemeinde zu schätzen. „Solche Kraftakte können wir nur stemmen, weil alle mitanpacken.“ (Claudia Brandau)

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