Jesberger Burgfest: Ein Märchen wurde wahr

Das Jesberger Burgfest war ein Magnet: Das Gelände am Schlossberg war den ganzen Sonntag über gut besucht. Fotos: Zirzow

Jesberg. Mit einer großen Tafeley und viel Minnesang ging am Wochenende bei idealem Wetter in Jesberg ein märchenhaftes Burgfest über die Bühne.

Die Speisekarte zur Tafeley las sich äußerst interessant: Es gab „Laiber frischen Brotes mit gewürztem Fett von der Sau, knusprige Haxen von dem Borstenvieh, krosse Fleischstücke von der Jungsau, Schwarzbiertunke, gesottene grüne Bohnen und roter Kohl mit gebackenen Erdknollen und Bratwurst zur Auswahl. Und genauso rustikal wie die Speisen war auch die Eröffnungsrede von „Schultheiß“ Günter Schlemmer: Mit den Worten „Nun lasst uns alle fressen und saufen“ eröffnete er das Rittermahl.

Thomas Becker von der Jesberger Metzgerei hatte zusammen mit Sonja Kramer und Marion Dörfler alle Hände voll zu tun, um die Teller der in einer langen Schlange anstehenden Freunden der Ritter-Tafeley zu füllen.

Der Magister Jörg von Winterfeld begleitete das Gelage mit Fanfare, Minnegesang, launigen, ritterlichen Sprüchen und Versen, wobei er einige der Gäste mit in seinen Vortrag einbezog.

Der Sonntag mit dem eigentlichen großen Burgfest begann mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Burggelände. Das war im Laufe des Tages von geschätzten 3000 Besuchern bevölkert.

Beste Unterhaltung, immer launig angekündigt von Moderator Gunnar Trus, unterhielten die Kinder der Kellerwaldschule, des Kinderchores und des Jesberger Kindergartens „Hand in Hand“ sowie einer Irish Folk-Gruppe.

Neben einem Saxophon-Trio der Musikschule Schwalm-Eder beteiligten sich die MGV aus Hundshausen und Densberg sowie der Gesangverein Brüderschaft Elnrode/Strang mit Musik. Und auch die Mitglieder des Nordhessischen Vereins „Historisches Schwertfechten“ aus Schwalmstadt zeigten ihre Künste. Unbestrittener Höhepunkt des Tages war jedoch die Ankunft von den Darstellerinnen der Märchenfiguren Rotkäppchen, Rapunzel und Schneewittchen.

Von Rittern in voller Montur begleitet, waren sie sofort von Kindern umlagert - immerhin hat man nur selten die Chance, Märchenwesen „zum Anfassen“ zu treffen, hat man nur selten.

Neben vielen Spielstationen wie Hüpfburg aus Stroh, Wassertransport, Armbrustschießen und Schubkarrefahren mit Lanze war auch mit Getränken und Speisen für alle Besucher gut gesorgt.

Es war ein toll organisiertes Fest, das im Veranstaltungskalender der Gemeinde fest verankert ist: Es findet alle zwei Jahre statt - und zwar mit großem Erfolg.

Märchenhaftes Burgfest in Jesberg

Von Rainer Zirzow

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