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Pflanzenbörse in Jesberg: Alles für einen tollen Garten

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Von: Sascha Hoffmann

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Der zehnjährige Hans Sprenger war mit seinen selbst gezogenen Pflanzen der jüngste Gärtner auf der Pflanzenbörse in Jesberg.
Der zehnjährige Hans Sprenger war mit seinen selbst gezogenen Pflanzen der jüngste Gärtner auf der Pflanzenbörse in Jesberg. © Sascha Hoffmann

Zum ersten Mal fand die Pflanzenbörse rund um die Jesberger Burgruine statt - und wurde direkt gut angenommen.

Jesberg – Grün ist es rund um die Jesberger Burgruine ja eigentlich immer. Für ein paar Stunden aber hat der Verein Vorfahrt für Jesberg (VoJes) am Sonntag das lauschige Plätzchen noch ein klein wenig grüner gemacht. Unzählige Pflanzen reihen sich da schon am frühen Morgen aneinander. Tomate, Gurke, Kohlrabi und Salat – nicht selten als besondere Sorten und immer mit viel Liebe in den Gärten und Gewächshäusern der Region vorgezogen. „Wir haben so viele wunderbare Gärtner bei uns, sie einander näher und in Austausch zubringen, ist uns ein wichtiges Anliegen“, sagt Mitorganisatorin Miro Arnz, die viel Liebe in die Organisation der ersten Jesberger Pflanzenbörse gesteckt hat.

Dass schon zur Eröffnung am Morgen mehrere Dutzend Menschen den Weg auf den Berg gefunden haben, stimmt sie überglücklich. Arnz selbst kann vor allem zu Kräutern allerhand erzählen, die nämlich begleiten sie schon seit vielen Jahren. „Das Echte-Herzgespann bereichert als Küchenkraut mit seinem würzigen Geschmack und wirkt mit seinen Inhaltsstoffen entspannend und regulierend auf unseren Stoffwechsel“, erklärt sie, während Standnachbarin Anette Schulze und Tochter Tuulia interessiert lauschen.

Anette Schulze und Tochter Tuulia sorgen mit ihren Schürzen für Ordnung bei der Gartenarbeit.
Anette Schulze und Tochter Tuulia sorgen mit ihren Schürzen für Ordnung bei der Gartenarbeit. © Sascha Hoffmann

Die beiden haben selbst zwar keine Pflanzen mitgebracht, doch aber äußerst Nützliches für die Gartenarbeit: Schürzen. Ihre bunten Kreationen sind bis ins Kleinste durchdacht. „Im Vergleich zu einer gewöhnlichen Schürze haben unsere viel mehr Taschen, in denen alles von Pflanzensamen über Handschuhe und Schere bis hin zum Gartenmesser seinen Platz findet.“ Und weil die Schulzes mit der Zeit gehen, haben sie ein extragroßes Fach eingearbeitet, damit auch das Mobiltelefon mit in den Garten kann. Eigentlich kümmert sich das Mutter-Tochter-Gespann eher um Alltags- und Abendbekleidung, auf die Idee der Gartenschürzen brachte sie Arnz.

Karl-Heinz Ganß begeisterte mit seinen selbst gebauten Insektenhotels.
Karl-Heinz Ganß begeisterte mit seinen selbst gebauten Insektenhotels. © Sascha Hoffmann

Vielleicht lässt sich auch Werkzeug zum Bau eines Hochbeetes in den Schürzentaschen verstauen. Passendes Holz hat Martin Wiegand aus Hundshausen mit zur Pflanzenbörse gebracht. Er setzt auf heimische Hölzer wie Lärche und Eiche, weil „das Kernholz besonders witterungsstabil ist“. Sich vorab beraten zulassen und nicht irgendein x-beliebiges Holz im Baumarkt zu kaufen, weil es besonders günstig ist, sei lohnend. „Viele nehmen die preisgünstige Fichte, ohne zu bedenken, dass die dann kesseldruckimprägniert ist, womit man sich Gift in den Garten holt“, so Wiegand, der auf Chemie verzichtet und auch seine Favoriten Lärche und Eiche nur mit etwas Leinöl behandelt – „damit sie nicht grau werden“.

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