Wetterradar hat erneut eine Hürde genommen

Jesberg. Der Schwalm-Eder-Kreis hat den Bau einer Wetterradarstation am Jesberger Wüstegarten genehmigt. Der Neubau könnte die jetzige Station im 50 Kilometer entfernten Flechtdorf ersetzen.

Dort könnten dann weitere Windräder gebaut werden: Die Anlage des Deutschen Wetterdienstes in Diemelsee-Flechtdorf lässt dort im Radius von 15 Kilometern keine weiteren Windenergieprojekte zu, da die die Wetterdaten verfälschen könnten.

Deshalb hat die Firma Abo-Wind aus Wiesbaden ein großes Interesse daran, das die Station in den Kellerwald verlegt wird. Sie wäre sogar bereit, die anfallenden Kosten von 1,5 Millionen Euro zu übernehmen.

Auch Jesbergs Bürgermeister Günter Schlemmer hofft, dass diese Pläne realisiert werden können. Schon lange gibt es am Wüstegarten Probleme mit dem maroden Kellerwaldturm, der durch den Bau der neuen Station ersetzt werden könnte. Das 28 Meter hohe Bauwerk hatte kurz nach seiner Errichtung Risse im Holz aufgewiesen. Bis jetzt ist unklar, wer die Sanierungskosten übernehmen muss.

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Falls die Wetterstation in Jesberg neu errichtet würde, soll dort ein 39 Meter hoher Turm samt stählerner Besucherplattform entstehen - es wäre das erste Mal, dass ein so genutzter Turm für Besucher zugänglich wäre. Für Jesberg hieße das, dass das Problem des Holzturmes gelöst würde - und dass die Gemeinde um eine touristische Attraktion reicher würde, ohne einen Euro dafür zahlen zu müssen.

Voraussetzung für all das ist, dass die Firma Abo-Wind nun ein klares Signal dafür bekommt, dass sie die Genehmigung für den Bau ihrer geplanten Windräder in Flechtdorf erhält. „Wir übernehmen die Kosten für die Verlegung ja nicht auf gut Glück“, sagt Sprecher Alexander Koffka. „Wir brauchen ein deutliches Zeichen, schließlich müssen wir das Geld mit neuen Anlagen refinanzieren.“

Forstamt: Es sind keine Rodungen geplant 

Das Forstamt Jesberg hat keine Bedenken gegen den Bau der Wetterradarstation des Deutschen Wetterdienstes auf dem Wüstegarten.

Die Behörden hätten dafür einen umfangreichen Anforderungskatalog mit ökologischen Aspekten für den Bau zusammengestellt, sagt Forstamtsleiter Karl-Gerhard Nassauer. Das Projekt werde unter hohem Einsatz und Aufwand sowohl vom Naturpark Kellerwald-Edersee als auch von Hessen-Forst begleitet. Der Turm soll auf einer baumfreien Fläche entstehen, es seien keine Rodungen vorgesehen. Lediglich

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