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„Wir sind documenta“ – So viel Schwalm-Eder-Kreis steckt in der Weltkunstausstellung

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Von: Maja Yüce

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Auf dem Foto ist ein Mann mit Teppichen in der Hand zu sehen.
Produziert Auflagen für die documenta fifteen: Teja Habbishaw. © Nicolas Wefers

In der documenta fifteen steckt viel Schwalm-Eder-Kreis.

Schwalm-Eder/Kassel – Gestern sind die Vorbesichtigungstage der documenta fifteen in Kassel für Medienvertreter und Fachbesucher gestartet. Das ist auch für einige Menschen im Schwalm-Eder-Kreis eine wichtige Premiere. Denn in der documenta fifteen steckt auch ein Stück Schwalm-Eder.

Es wird zwar kein Künstler aus dem Schwalm-Eder-Kreis eines seiner Werke innerhalb der documenta fifteen ausstellen, doch sind mit der Teppichmanufaktur Habbishaw aus dem kleinen Homberger Stadtteil Rückersfeld und mit dem Kulturnetzwerk Landrosinen Schwalm-Eder gleich zwei Akteure aus dem Landkreis auf ganz unterschiedlichen Ebenen ein Teil der d15.

Das Lumbung-Konzept der Künstlerischen Leiter der documenta fifteen, Ruangrupa aus Indonesien, rückt das Teilen von lokalen Ressourcen, auch von Produktionsmitteln, den Austausch von Wissen und das gemeinsame Lernen in den Mittelpunkt.

documenta fifteen: Drei Termine mit den Landrosinen gibt es im Ruru-Haus, je von 14 bis 16 Uhr

„Das machen wir schon seit 20 Jahren“, sagt Dr. Stefan Pollmächer von den Landrosinen. Deshalb hätte das Kulturnetzwerk aus dem Schwalm-Eder-Kreis mit seinen Ideen auch offene Türen bei dem Kooperations-Team von Ruangrupa eingerannt. „Wir sind Teil der documenta und das freut uns wie Bolle.“ Drei Termine mit den Landrosinen gibt es im Ruru-Haus, je von 14 bis 16 Uhr. Es werde zwei Performances von mehreren Landrosinen (20. Juli und 7. September) und einen Auftritt vom „theater 3 hasen oben“ (16. August) geben.

Und: Schon heute gibt es für die Fachbesucher Sitzteppiche aus Wolle von der Teppichmanufaktur Habbishaw. Anfangs war Teja Habbishaw von einer Startauflage von 50 Stück ausgegangen, mittlerweile wurde das Kontingent auf 100 erhöht. Die Sitzkissen können Besucher bei der documenta, die offiziell am Samstag eröffnet wird, für 39 Euro kaufen. Um eine Überproduktion zu vermeiden, starte man mit kleinen Mengen und produziere nach, so Habbishaw. Der Nachhaltigkeitsgedanke sei dem Kuratoren-Kollektiv Ruangrupa wichtig. Wert werde auch darauf gelegt, dass die Produkte sinnvoll, in Deutschland und der Region hergestellt werden, so Habbishaw. (Maja Yüce)

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