Kreis setzt auf mobile Teams, Impfzentrum und Kinderärzte

Kein Impfangebot an Schulen im Schwalm-Eder-Kreis

Biontech, Astrazeneca, Moderna – und in welcher Kombination?: Egal, sagt Dr. Achim Echtermeyer. Entscheidend sei aber, dass man sich zweimal impfen lasse, außer beim Impfstoff von Johnson & Johnson. Symbol
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Biontech, Astrazeneca, Moderna – und in welcher Kombination?: Egal, sagt Dr. Achim Echtermeyer. Entscheidend sei aber, dass man sich zweimal impfen lasse, außer beim Impfstoff von Johnson & Johnson. Symbol

Dort impfen, wo sonst Deutsch und Englisch unterrichtet wird: Nachdem die Ständige Impfkommission (Stiko) die Corona-Impfung nun auch für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren empfohlen hat, gibt es bereits Pläne, nach den Ferien in den Schulen zu impfen. Im Nachbarlandkreis Hersfeld-Rotenburg laufen die Vorbereitungen dafür bereits.

Schwalm-Eder - Im Schwalm-Eder-Kreis gebe es für eine Impfung in Schulen noch keine konkreten Überlegungen, teilt die Kreisverwaltung auf HNA-Anfrage mit. Allerdings rechne man nun mit einem deutlich gesteigerten Impfaufkommen bei der Altersklasse der 12- bis 17-Jährigen – auch im Hinblick auf den anstehenden Schulstart nach den Sommerferien, so Landrat Winfried Becker. Außerdem hätten die Eltern durch die Empfehlung der Stiko nun eine weitere Sicherheit für eine positive Impfentscheidung.

„Die Infrastruktur des Impfzentrums in Fritzlar steht vollumfänglich und ohne vorherige Terminvereinbarung zur Verfügung. Diese Ressource sollte zunächst genutzt werden“, heißt es weiter. Allerdings bleiben dafür maximal rund sechs Wochen Zeit, denn das Impfzentrum des Landkreises schließt – wie alle 28 hessischen Impfzentren – Ende September.

Eine weitere Möglichkeit sich impfen zu lassen, bietet die Impftour durch den Landkreis. Sie wird fortgesetzt. Auch dort können sich 12- bis 17-Jährige in Begleitung ihrer Erziehungsberechtigten impfen lassen. Ebenso wie bei Haus- und Kinderärzten.

Im Schwalm-Eder-Kreis gibt es 9799 Kinder und Jugendliche, die zwischen zwölf und 17 Jahre alt sind. In den vergangenen Tagen seien täglich jeweils etwa 30 von ihnen im Impfzentrum geimpft worden. „Wie viele Kinder und Jugendliche bereits bei Kinder- und Hausärzten geimpft wurden, können wir nicht sagen“, so Becker.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat die geplanten Impfungen in Schulen kritisiert. Dort bestehe häufig Gruppenzwang. In Praxen könnten Familien besser individuell beraten werden. Hingegen begrüßt der Deutsche Lehrerverband die Pläne: Alles, was die Sicherheit an Schulen schnell erhöhe, sei gut. (Maja Yüce)

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