„Nicht automatisch eine Entscheidung von Dauer“

Schwalm-Eder-Kreis hebt nächtliche Ausgangssperre auf - Dennoch Appell, Kontakte zu reduzieren

Massive Verstöße gegen die Ausgangssperre sind im Landkreis sind nicht bekannt. Das
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Massive Verstöße gegen die Ausgangssperre sind im Landkreis sind nicht bekannt. Das Foto zeigt Polizisten bei einer Kontrolle in einer Innenstadt.

Der Schwalm-Eder-Kreis hebt ab Dienstag, 5. Januar, die nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr auf. Grund ist der Inzidenzwert, der über die Weihnachtsfeiertage und Silvester deutlich unter 200 gesunken ist. Das teilt der Landkreis mit.

Die Ausgangssperre trat am 17. Dezember in Kraft, nachdem die Inzidenz im Landkreis zuvor drei Tage in Folge den Wert von 200 überschritten hatte. Nachdem sie am 23. Dezember bei 235 lag, erreichte sie am 26. Dezember mit 166 einen Wert von unter 200 und zum Neujahrstag den Wert von 115,60.

Mit der derzeitigen Zahl der gemeldeten Neuinfektionen werde die Marke von 200 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner nach aktuellem Kenntnisstand im fünf-Tages-Zeitraum weiterhin unterschritten, so der Landkreis weiter.

Corona: Schwalm-Eder-Kreis verhängt Ausgangssperre

Die nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr wird ab Dienstag, 5. Januar, im Landkreis aufgehoben. Der Inzidenzwert im Landkreis ist über die Weihnachtsfeiertage und der Jahreswende deutlich unter 200 gesunken. Dabei folgte der Landkreis den Vorgaben des hessischen Präventions- und Eskalationskonzepts.

Die Ausgangssperre sollte demnach wieder aufgehoben werden, wenn die Inzidenz für fünf Tage in Folge unter dem Wert von 200 liegt. Das ist nun der Fall: Die sieben-Tages-Inzidenz liegt auch am Montag unter 200, nämlich bei 106,70. Das teilt der Landkreis weiter mit.

Nach aktuellen Kenntnisstand werde auch die Inzidenz in den nächsten fünf Tagen weiterhin unterschritten und steige nicht über den Wert von 200. Und das, obwohl die Fallzahlen an und nach den Feiertagen als wenig aussagekräftig gelten, was das tatsächliche Infektionsgeschehen angehe.

„Erwartungsgemäß war im Landkreis über die Feiertage und zwischen den Jahren die Inzidenz bis zum Beginn des neuen Jahres deutlich gesunken.“ Hintergrund sei natürlich, dass während der Feiertage deutlich weniger getestet wurde. Laut Eskalationskonzept war der Landkreis nun dazu angehalten, die Ausgangssperre wieder aufzuheben.

„Dies ist aber nicht zwingend eine Entscheidung auf Dauer, denn niemand kann zum aktuellen Zeitpunkt ausschließen, dass die Infektionszahlen auch wieder ansteigen,“ erklären Landrat Winfried Becker und Vize-Landrat Jürgen Kaufmann in ihrer Mitteilung. Landrat und Vize-Landrat appellieren deshalb weiterhin an die Bevölkerung, die Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren und damit der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. 

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