Hilfe aus Fritzlar geht nach Afrika

Kinderhilfswerk Global Care: Redakteurin besucht Projekte in Uganda

Hilfe zur Selbsthilfe: Das Kinderhilfswerk Global-Care unterstützt auch ein Flüchtlingscamp in Uganda.   ArchivFoto: Global Care/nh

HNA-Redakteurin Chantal Müller reist mit dem Fritzlarer Kinderhilfswerk Global Care nach Uganda und berichtet von ihren Eindrücken aus dieser völlig anderen Welt. 

 In einem Land, das zu den ärmsten der Welt gehört, in dem Mädchen früh verheiratet und Frauen nur schlecht ausgebildet werden, in denen Homosexualität strafbar ist, ist auch Korruption an der Tagesordnung. In einem Land wie Uganda macht sich das Kinderhilfswerk Global Care immer wieder auf, um Aufklärungsarbeit zu leisten und Ungleichheit zu bekämpfen. Das Kinderhilfswerk unterstützt die Menschen vor Ort.

Wir wollen selbst in die Arbeit der Hilfsorganisation eintauchen, die seit mehr als 40 Jahren bedürftige Menschen in mehr als 20 Entwicklungs-und Schwellenländern unterstützt. HNA-Redakteurin Chantal Müller wird nach Uganda fliegen, von dort berichten und zeigen, dass die Hilfe aus Fritzlar in der Welt ankommt.

Als Westeuropäer fällt es schwer, sich die Armut vorzustellen, die in Uganda herrscht. Wir sind privilegiert, viele Wohnungen und Häuser topmodern und komfortabel eingerichtet. Unser Wasser ist sauber, die Schulbildung kostenlos, die medizinische Versorgung gut.

Am Frankfurter Flughafen: von links HNA-Redakteurin Chantal Müller, Gina Rossberg und Beate Tohmé, Geschäftsführerin vom Fritzlarer Kinderhilfswerk Global Care. Foto: PRIVAT

In Uganda hingegen begegnet uns eine weitgehend unbekannte Welt. Wir reisen in ein Land, in dem Menschen durch unregelmäßige Regen- und Trockenzeiten immer häufiger ihre Lebensgrundlage verlieren und Frauen noch immer weniger wert sind als Männer.

Und dennoch: Viele Menschen aus Nachbarländern suchen in Uganda Schutz vor Konflikten in ihrem eigenen Land. Die Flüchtlingspolitik Ugandas gilt oft als beispielhaft. Davon werden auch wir uns ein Bild machen können.

Sauberes Wasser: Der Brunnenbau ist für Global-Care seit jeher ein wichtiger Baustein der Hilfe. Das Bild e ntstand 2004 in Uganda. Foto: Global-Care/nh

Die Reise mit dem Kinderhilfswerk führt unter anderem in ein Flüchtlingscamp, in dem Menschen aus dem Südsudan leben, die vor Hunger und bürgerkriegsähnlichen Zuständen fliehen. An der Kasubi-High-School werden wir genauso zu Gast sein wie bei einem Präventionsprogramm, durch das Aids-Kranke wertvolle Hilfe und Unterstützung erfahren.

Denn genau da setzt die Arbeit von Global Care an: Die Hilfsorganisation leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Sie hat sich den Aufbau von Schulen, den Bau von Brunnen, Programme für Aids-Kranke und Aids-Waisen sowie Hilfe für Krankenstationen in ländlichen Gebieten auf die Fahne geschrieben.

Auch in Uganda, einem Land, das bis zum Jahr 1962 britische Kolonie war und bis in die 1980er-Jahre von einem autoritären Regierungsstil geprägt war: Bis zu 400.000 Menschen starben etwa unter der achtjährigen Gewaltherrschaft von Idi Amin.

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