Kirchenkreis Fritzlar-Homberg

Freiwilliger Gemeindebeitrag: Kirche bittet Mitglieder um Hilfe

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Der Kirchenkreis Fritzlar-Homberg setzt auf freiwillige Beiträge der Gemeindemitglieder. Unser Archiv-Foto zeigt die evangelische Kirche Niederurff.

Fritzlar-Homberg. Wer zur Landeskirche gehört, zahlt Kirchensteuer. Allerdings sinken die Einnahmen aus den Kirchensteuern - mit Folgen für den Alltag in den Gemeinden. Deshalb bittet der Kirchenkreis Fritzlar-Homberg ab 2016 um Hilfe.

„Wir führen den freiwilligen Gemeindebeitrag ein", sagt Dekanin Sabine Tümmler.

Entschieden wurde das mit überwältigender Mehrheit bei der Kreissynode, betonte sie im HNA-Gespräch. Man habe intensiv diskutiert und sich dafür entschieden, weil die Initiative in den Gemeinden entstanden sei. Konkret laufe es ab Januar 2016 dann so: Die Gemeindemitglieder werden angeschrieben und um einen freiwilligen Beitrag gebeten. Niemand solle sich bedrängt fühlen, jeder entscheide selbst, erklärt Tümmler. Es solle um Geld oder um ehrenamtliche Unterstützung gebeten werden.

Für einige Gemeinden im Kirchenkreis ist der freiwillige Beitrag nicht neu. „Er hat sich bewährt“, sagt Tümmler. In Borken gebe es ihn schon seit 2007, und seither seien etwa 180 000 Euro an Geldspenden eingegangen. In Niedenstein werde ein Jungbläser-Projekt dadurch finanziert. In Hebel wurde der freiwillige Beitrag auch 2007 eingeführt, sagt Pfarrerin Sabine Koch. „Wir haben dadurch Tische und einen Beamer kaufen können. Es klappt hervorragend. Auch das Ehrenamt wurde gefördert.“ Ohne die freiwillige Hilfe wäre vieles nicht möglich gewesen. Tümmler betont, dass man vorhandenes Engagement weiter fördern wolle und jeder Beitrag zähle.

Nun folgt die flächendeckende Einführung. Unterstützung gibt es von der Landeskirche. Sie übernimmt die Verwaltungskosten und hilft mit Fachwissen weiter. „Das ist eine Erleichterung. Bislang haben wir alles selbst machen müssen“, sagt Koch. Der freiwillige Beitrag stehe den Kirchengemeinden komplett zur Verfügung. „Sie sind Chef und entscheiden, was damit gemacht wird“, sagt Tümmler.

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