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Kirche in Stolzenbach wird nach 21 Jahren Sanierung eingeweiht

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Von: Kerim Eskalen

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Sind stolz über die Fertigstellung: Architekt Hans Wiederhold (links) und Sohn Markus Wiederhold (rechts) betreuten das Sanierungsprojekt mit Pfarrerin Ingrid Steinbrecher (mitte).
Sind stolz über die Fertigstellung: Architekt Hans Wiederhold (links) und Sohn Markus Wiederhold (rechts) betreuten das Sanierungsprojekt mit Pfarrerin Ingrid Steinbrecher (mitte). © Kerim Eskalen

„Was lange währt, wird endlich gut“ – so beschreibt Architekt Hans Wiederhold das mit Abstand längste Projekt seiner 40-jährigen Berufspraxis.

Borken – 21 Jahre dauerte der Umbau der sanierungsbedürftigen Kirche in Stolzenbach. Das Kuriose: Aufgrund der Dauer des Umbaus hat inzwischen sein Sohn die Aufträge übernommen. „Die ersten Aufträge gingen damals noch an mich“, erzählt Hans Wiederhold. „Mein Sohn Markus hat dann die letzten Baumaßnahmen begleitet. Man kann hierbei wirklich von einem Generationenprojekt reden“, sagt er und lacht.

Begonnen hat die Odyssee im Jahr 2001 mit dem Wunsch des Kirchenvorstandes und des damaligen Pfarrers das Erscheinungsbild des Kirchenschiffes, was durch Risse und Abnutzungen in Mitleidenschaft gezogen wurde, aufzufrischen.

Bei einer Bauberatung mit dem Landeskirchenamt wurde jedoch festgestellt, dass die Kirche erhebliche Mängel aufwies: Mauerwerk, Dachkonstruktion und Kirchenschiff waren sanierungsfällig. Um das ganze Schadensbild zu ermitteln, musste ein Statiker hinzugezogen werden. Erst im Jahr 2004 erfolgte dann die Bewilligung für eine Voruntersuchung, bei der kurz darauf sogar Rissmonitore angebracht wurden, um Veränderungen aufzuzeichnen. Von da an wurden jedes Jahr neue Baumittelanträge mit Kostenschätzungen beim Landeskirchenamt vorgelegt.

„2010 gab es abermals einen Ortstermin mit der Bauberatung des Landeskirchenamtes, wobei der Vorschlag unterbreitet wurde, die Kostenschätzung in Bauabschnitte zu gliedern“, erzählt Hans Wiederhold. Erst Ende 2018, Anfang 2019 begannen dann die eigentlichen Arbeiten an der Kirche, zuerst an der Fassade.

Danach folgten im Jahr 2021 Arbeiten im Innenraum, bei denen auch eine Elektroheizung unter den Bänken installiert wurde. Dabei wurden die 390 000 Euro teuren Sanierungen vollständig von dem Landeskirchenamt in Kassel getragen. Für die Zeit des Umbaus musste man jedoch die Gottesdienste anderswo abhalten: „Wir sind sehr dankbar, dass wir dafür in das Dorfgemeinschaftshaus umziehen konnten“, sagt Pfarrerin Ingrid Steinbrecher. „Nach 21 Jahren und drei Pfarrer später ist die Kirche wieder sicher“, sagt sie stolz. „Sie hat sich trotz allem tapfer gehalten.“ In die kleine Stolzenbacher Kirche passen nach dem Umbau nun bis zu 90 Personen: „Dann aber nur, wenn man es kuschelig mag“, sagt Steinbrecher.

Termin: Eingeweiht wird die Kirche am Sonntag, 16. Oktober, ab 13.30 Uhr, mit einem Festgottesdienst in Stolzenbach.
(Kerim Eskalen)

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