Nachkommen von Karl und Hugo Brunner versammelten sich in Gudensberg

Klare Spuren hinterlassen

Historischer Friedhof: Ein Bild vom Treffen der Familie Brunner in Gudensberg mit Heinrich Schmeißing (ganz links). Foto: privat

Gudensberg. Über 30 Nachkommen des Gudensbergers Karl Brunner, der von 1841 bis 1864 die Geschicke von Kirche und Schule im Chattengau leitete, waren jüngst nach Gudensberg gekommen, um die Geschichte und Kultur der Heimatstadt ihres Vorfahren kennen zu lernen.

Die Verwandten kamen aus Deutschland und mit Ernesto und Roberto Brunner waren auch zwei Argentinier dabei.

Der Brunnersche Familientag war von Dr. Hans Helmut Wegner (Koblenz) und seinem Bruder Karl-Hermann (Kassel) aus Anlass des 150. Geburtstags von Karl Brunner organisiert worden. Karl Brunner war von 1892 bis 1930 Kommunalpolitiker und Bürgermeister der Stadt Kassel.

Wahlmann von A. Lincoln

In Gudensberg ist sein Onkel bekannter: Professor Dr. Hugo Brunner, Direktor der Landesbibliothek in Kassel, Historiker, Verfasser der „Geschichte der Stadt Gudensberg“ und Namensgeber einer Straße im Neubauviertel. Er war der Schwager des Bürgermeisters Karl Kleim, der die Entwicklung Gudensbergs in 25 Jahren ab 1896 bestimmte.

Eine besondere Überraschung hielt Heinrich Schmeißing bereit. Er konnte erstmals, von ihm aus archivalischen Quellen ermittelt, die Grabplätze des Metropolitans und seiner Familie lokalisieren.

Zum Familientreffen hielt der pensionierte Museumsdirektor Karl-Hermann Wegner einen Bildervortrag „Die Familie Brunner – von Wiesendangen in der Schweiz nach Gudensberg, Kassel und in die weite Welt“. Denn: Brunners Nachkommen waren als Lehrer, Pfarrer, Ärzte, Beamte und in manch anderem Beruf in vielen Orten tätig. Ein Sohn des Metropolitans, Heinrich Brunner, spielte in den USA als Wahlmann des Präsidenten Abraham Lincoln eine bedeutende Rolle, sein Enkel Franz Brunner als Kaufmann in Buenos Aires. (red)

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