Kleines Mädchen auf großer Fahrt

Michael Opper aus Densberg radelte mit seiner Tochter (2) von Norwegen nach Hause

Densberg. Als Michael Opper aus Densberg das mit 17 000 Teilnehmern größte Mountainbike-Rennen der Welt bewältigt hatte, war er noch lange nicht im Ziel. Beim Birkebeinerrittet in Norwegen schaffte es der 45-Jährige vom TuSpo Borken, der für das Team Santos-Rohloff startet, über die 122 Kilometer lange Ultramarathon-Distanz unter die besten 50 der 600 Teilnehmer in diesem Teilwettbewerb.

Anschließend radelte er jedoch noch mit seiner zweieinhalbjährigen Tochter zwölf Tage lang bis nach Hause in den Kellerwald. 1000 Kilometer legte er er mit seinem 29-Zoll-Mountainbike und der kleinen Greta im Kinderanhänger zurück.

Nach dem Start in der Nähe von Oslo ging es bis Göteborg, von dort mit der Fähre nach Kiel. Später fuhr das Duo den Weserradweg in Richtung Heimat.

Opper hat schon den legendären Transalp-Wettkampf über die Alpen und das Cape Epic in Südafrika bewältigt, das als schwerstes Mountainbike-Rennen der Welt gilt. Aber auch der Familienausflug war nicht ganz ohne.

Mama Susanne war wieder mit dem Auto zurückgefahren. Papa Michael transportierte mit seinem 4500 Euro teuren Wettkampfrad 73 Kilo - mit Kind und Kegel sozusagen. Er zeigte seiner Tochter die tolle skandinavische Landschaft, bekam von hilfsbereiten Norwegern Esspakete geschenkt, als das einzige Geschäft im weiten Umkreis schon zu war, und muste immer wieder staunenden Passanten erklären, wie weit er fahren wollte.

„Das war ein tolles Erlebnis für uns beide“, sagt Opper, der in den nächsten Jahren weitere Extremtouren plant. Dann jedoch nicht unbedingt mit Kinderanhänger, sondern mit einem speziellen Tandem, auf dem Kinder hinten sitzen und manchmal auch treten können. (mal)

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