Keine Chance verspielen

Klimaschützer radelten für die Natur von Homberg nach Fritzlar

Ich kann auch mit dem Fahrrad schnell fahren: Leon Rohde (von links), Marah Keim, Konstantin Walde, Ilkay Kilic und Felix Bork nahmen mit einem klaren Statement an der Raddemo fürs Klima teil.
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Ich kann auch mit dem Fahrrad schnell fahren: Leon Rohde (von links), Marah Keim, Konstantin Walde, Ilkay Kilic und Felix Bork nahmen mit einem klaren Statement an der Raddemo fürs Klima teil.

Kurz vor der Bundestagswahl hatten am Freitag rund 60 Menschen aus Homberg und Umgebung ein drängendes Thema auf dem Herzen: den Klimaschutz.

Passend zum weltweiten Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung schwangen sie sich am Marktplatz am Freitag auf ihre Fahrräder und radelten in Richtung Fritzlar, um dort gemeinsam mit weiteren Teilnehmern ihre Botschaften nach außen zu tragen.

Und diese sind klar und deutlich, wie auch auf kreativ bemalten Plakaten zu lesen ist: „You’re never too small to make a difference“, was auf Deutsch so viel heißt wie „Du bist nie zu klein, um einen Unterschied zu machen“ oder „Bus und Bahn statt Autobahn“ waren nur einige Beispiele. Die Teilnehmer des Summer of Pioneers hatten gar einen Fahrradanhänger mit Musikanlage bepackt. Mit Trillerpfeifen und Musik zogen sie mit den anderen Teilnehmern über die Drehscheibe in Richtung Bundesstraße.

Dringend müsse man wieder mehr auf den Klimaschutz aufmerksam machen, findet Florian Hartmann aus Homberg. Das Thema sei in der Coronakrise in den Hintergrund gerückt.

Das Demonstrieren sei ohnehin ein hohes Gut, das es wahrzunehmen gelte, bestätigt auch Otto Pirn. „Ich bin ein alter 68er, habe so oft in meinem Leben demonstriert und bin hoch erfreut, dass die Jugend endlich Initiative ergreift.“ Torben Hause will Vorbild für seinen Sohn sein, ihm eine gute Zukunft schenken und war deshalb mit Fahrradanhänger samt Kind unterwegs.

Die mit Abstand jüngsten Protestler waren Marah Keim und ihre Schulfreunde. Die 18-jährige THS-Schülerin war mit einer Gruppe gekommen, um klar zu machen, wie wichtig der Einsatz für das Klima ist. „Wenn so etwas in unserer Nähe stattfindet, ist es eine verspielte Chance, nicht mitzumachen“, sagt sie und bedauert es, dass Gleichaltrige ihr bei diesem Thema noch viel zu häufig mit Desinteresse begegneten. „Es ist total selten, dass jemand in unserem Alter sagt: Cool, dass ihr da mitmacht.“

Lob für den Einsatz junger Menschen hatte Ursula Weinrich übrig. Dass junge Menschen anfingen, sich einzusetzen, sei unterstützenswert. „Eine Tour nach Fritzlar und zurück schaffe ich mit dem Rad“, sagte sie.

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