Knüll soll Naturpark werden: Anerkennung des Landes Hessen im Laufe des Jahres geplant

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Schon seit Jahrzehnten gibt es die Idee, 2020 könnte sie in die Tat umgesetzt werden: Der Knüll soll zum Naturpark werden. Im Sommer 2020 will der Zweckverband Knüllgebiet gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern einen offiziellen Antrag an das Land Hessen stellen.

Wenn alle Voraussetzungen stimmen, rechnen die Beteiligten noch im Laufe des Jahres mit der Anerkennung.

Wie genau die Grenzen des Naturparks verlaufen, das sei noch nicht klar, erklärt Dr. Brigitte Buhse, Geschäftsführerin des Zweckverbandes. Derzeit handele es sich schließlich nur um ein Konzept. „Fest steht aber, dass rund 15 Kommunen des Schwalm-Eder-Kreises und des Landkreises Hersfeld-Rotenburg Teil werden.“ Vor allem der Abwechslungsreichtum sei das überzeugende Alleinstellungsmerkmal des möglichen Naturparks Knüll.

„Seit Jahrhunderten gibt es hier in der Region eine Vielfalt an Naturlandschaften, eine intensive Regionalentwicklung und zahlreiche Möglichkeiten zur Umweltbildung“, ergänzt Sonja Kunze vom Kasseler Büro akp. Sie beschäftigt sich mit der Organisationsentwicklung. Die Artenvielfalt erhalten, Wanderwege schaffen und pflegen, regionale Produkte vermarkten – all das gehöre zu den Aufgaben eines Naturparks, so Kunze. „Netzwerken ist das zentrale Stichwort.“ Um den Tourismus zu stärken, müssten alle zusammenarbeiten: Landkreise, Forste, Wildpark Knüll, Tourismusservices, Landwirte und viele mehr. Letztlich hätten alle etwas davon – sowohl Touristen als auch die Menschen in der Region.

Sehr gute Chancen räumt der Vorsitzende des Zweckverbands Knüllgebiet, Dr. Nico Ritz, dem Naturpark Knüll ein. „Der Zeitgeist hat sich geändert, Natur und Nachhaltigkeit sind beim Tourismus in den Fokus gerückt“, so Ritz im HNA-Gespräch. Der „Naturpark Knüll“ könne zum Aushängeschild der Region werden. Es gebe schon vieles von dem, was man benötige: „die Landschaft, einen hohen Schutzgebietsanteil, die Infrastruktur – wie den Wildpark und das Umweltbildungszentrum Licherode.“

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