Festnetzanschluss

Ärger mit der Netcom: Paar aus Nenterode kann kaum telefonieren

Sind ratlos: Der Netcom-Anschluss von Petra und Uwe Megele ist zum wiederholten Male gestört, Telefonate sind nur stark eingeschränkt möglich.
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Sind ratlos: Der Netcom-Anschluss von Petra und Uwe Megele ist zum wiederholten Male gestört, Telefonate sind nur stark eingeschränkt möglich.

Uwe und Petra Megele sind es leid. Seit acht Wochen haben sie Probleme mit ihrem Festnetzanschluss bei der Netcom. Das Telefon des Paares aus Nenterode funktioniert seit Wochen nicht.

Nenterode - Uwe und Petra Megele sind sind sehr verärgert über den Service der Netcom. Seit vier Jahren leben der 55-Jäjhrige und seine 61-jährige Frau in Nenterode. Sie haben einen kleinen Resthof gekauft und halten dort Pferde. Er ist Berufskraftfahrer und seine Frau Frührentnerin.

Das Paar nimmt Pflegekinder auf. Sie benötigen daher dringend den Festnetzanschluss, um den Kontakt mit Ämtern zu ermöglichen. Denn auch der Handyempfang in Nenterode ist miserabel. „Mit dem Handy kann man eigentlich nur über das Internet verlässlich telefonieren“, sagt Uwe Megele.

Festnetzanschluss von Paar aus Nenterode bereitet Probleme

Doch zurück zum Anfang. Vor etwa acht Wochen stellte das Paar fest, dass sein Festnetzanschluss nicht funktioniert. Anrufe brachen nach kurzer Zeit ab. Bekannte berichteten von einer Bandansage, dass die Telefonnummer nicht vergeben sei. „Irgendwann konnten wir gar nicht mehr telefonieren.“

Auch der Internetanschluss war gestört. Das Handy funktionierte also auch nicht, weil der Zugang zum Netz gestört war. Dann begann für Petra und Uwe Megele eine, wie sie erzählen, irrwitzige Litanei. Alleine jemanden von der Netcom zu erreichen und einen Techniker zu bekommen sei eine Mammutaufgabe gewesen.

Paar musste vom Feld aus versuchen, die Netcom zu erreichen

„Wir mussten mit dem Auto ins Feld fahren, wo es Handyempfang gibt. Dort haben wir versucht jemanden von der Netcom ans Telefon zu bekommen“, sagte Petra Megele. Die Wartezeit betrage bis zu einer dreiviertel Stunde, sagt das Paar. So lange laufe die Warteschleife. Allein das sei schon eine Unverschämtheit und habe mit Kundenservice nicht viel zu tun.

Wie oft sie versuchten anzurufen, können Petra und Uwe Megele schon gar nicht mehr sagen. Vor drei Wochen sei dann endlich ein Techniker ins Haus gekommen. Der habe nach drei Stunden Arbeit das Telefon wieder in Gang gesetzt.

Netcom konnte den Anschluss nur kurz wieder funktionstüchtig machen

Ganze drei Tage konnten sie daraufhin ihr Telefon benutzen. Dann fing wieder alles von vorne an. Mittlerweile können Petra und Uwe Megele wieder nur in den Ort telefonieren aber immerhin noch Telefonate empfangen. Gespräche etwa nach Homberg zum Amt funktionierten jedoch nicht mehr. Nun versuchen sie erneut seit Tagen die Netcom zu erreichen und einen Techniker zu bekommen. „Wieder hängt man über eine halbe Stunde in der Warteschleife für ein Gespräch.“ Und wieder passiere nichts. Die Geduld des Paares aus Nenterode ist am Ende. Jetzt haben sie gekündigt und wollen zur Telekom wechseln.

Das sagt die Netcom zu den Problemen des Paars aus Nenterode

Der Anschluss sei in einen Kundenschutz gelaufen, teilt Daniel Hecker von der Netcom mit. Wenn ein bestimmtes Limit an Anrufen und Kosten überschritten wird, sperrt das System automatisch den Anschluss. Dieses diene dem Verbraucherschutz.

Der Techniker habe das Problem bei seinem ersten Besuch behoben und nun sei es wieder passiert. Warum wisse man nicht genau. Daher die erneute Sperre. Dafür müsse nun aber kein Techniker mehr rausfahren, man werde das Problem digital lösen können.

Damit dies nicht wieder geschehe, wolle man das Limit verändern. Die lange Wartezeit bei der Hotline sei derzeit nicht anders lösbar. Seit die Netcom Anfang des Jahres gehackt wurde, müsse man viele Kundendaten wieder neu herstellen. Das beschäftige die Mitarbeiter der Hotline zusätzlich und es gebe zudem derzeit einen hohen Krankenstand bei dem Unternehmen. Hecker hofft, dass Megeles Problem bald behoben werden kann. (Christine Thiery)

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