Alles beginnt von vorn

Entscheidung über Bau des Ellingshäuser Feuerwehrhauses verzögert sich

Seit Jahren wird diskutiert, wie eine neue Feuerwehrhalle für Ellingshausen aussehen soll, denn das marode Gebäude ist in die Jahre gekommen.
+
Seit Jahren wird diskutiert, wie eine neue Feuerwehrhalle für Ellingshausen aussehen soll, denn das marode Gebäude ist in die Jahre gekommen.

Jetzt geht alles wieder von vorne los: Die Containerbauweise für das Feuerwehrhaus in Ellingshausen lehnten die Knüllwälder Gemeindevertreter während ihrer jüngsten Sitzung überraschend mit sechs Ja Stimmen, sechs Nein Stimmen und vier Enthaltungen ab. Kurz zuvor hatte Karl-Heinz Steuerwald (SPD) eine alternative Lösung für den Umbau der Halle Hehr im Ort präsentiert. Auch dafür gab es keine Mehrheit.

Ellingshausen - Karl-Heinz Steuerwald hatte sich in den letzten Monaten sehr um eine alternative Variante bemüht. Sein Argument: Der Bau von Containern sei nicht nachhaltig und auch von den Ellingshäusern nicht gewünscht. Man müsse die Menschen im Ort mitnehmen und könne ihnen nicht etwas überstülpen, was sie nicht wollten. Man mache einen riesigen Fehler, wenn man sich über den Wunsch des Dorfes hinweg setzen würde. Da die Förderung aus dem Dorferneuerungsprogramm im Herbst auf 85 Prozent der Nettosumme ausgeweitet wurde, versuchte er zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Er schlug eine Kombination aus Multifunktionshaus und Feuerwehrhaus im Ort an der Halle der Familie Hehr vor und beauftragte einen Architekten mit der Ausarbeitung. Sein Argument: Das alte DGH müsse ohnehin saniert werden und man könne auch die Förderung von knapp 100 000 Euro für das Feuerwehrhaus mitnehmen. Bei der Containerbauweise sei die Förderung nicht bewilligt worden. In der Summe kam er im Vergleich zu einem Mehrbetrag von 136 000 Euro. Auch der Ortsbeirat von Ellingshausen hatte diesen Vorschlag befürwortet. Werner Knierim (CDU) betonte, es seien inzwischen viele Jahre ins Land gegangen und man müsse aufs Geld schauen. Aber mit einer massiven Bauweise fahre man am besten und die Förderung aus der Dorferneuerung bekomme man nie wieder. Hans-Heinrich Laabs (UKW): Es bleiben auch bei einem solchen Neubau viele Fragen offen. Die Baukosten könnten explodieren. Auch in den eigenen Reihen fand Steuerwalds Vorschlag nicht überall Anklang.

Jörg Vollbrecht (SPD): Auch wenn die Containerlösung nicht ideal sei, so sei sie dennoch die günstigste. Man müsse als Gemeindevertreter auch unpopuläre Entscheidungen treffen. Bürgermeister Jürgen Roth: „Immer wieder neue Varianten wurden in den vergangenen Jahren entwickelt und wieder verworfen, weil sie zu teuer waren. Nun sei eine gute Idee greifbar. Die Container wären für ihn ein Kompromiss gewesen. Die Lösung war mit 273 000 Euro beziffert und damit die bisher günstigste Variante. Bei den bisherigen Kostenvoranschlägen in massiver Bauweise wären für die Gemeinde Anteile zwischen 330 000 und 440 000 Euro entstanden.

Nun müssten die Karten wieder neu gemischt werden, wenn die Förderung für das Feuerwehrhaus von knapp 100 000 Euro fließen soll. Der Stichtag dafür ist der 31. Juli dieses Jahres. (Christine Thiery)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.