Neue Betreiber gesucht

Pächter geben Kiosk im Niederbeisheimer Schwimmbad auf

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Verabschieden sich als Pächter des Schwimmbadkiosks: Karl-Heinz und Ingrid Frommann mit Erwin Wiegel (rechts) von der Gemeindeverwaltung.

Niederbeisheim. Neun Jahre lang haben Ingrid und Karl-Heinz Frommann den Schwimmbad-Kiosk in Niederbeisheim geführt: Nun geben sie den Job ab, die Gemeinde sucht neue Betreiber.

Grund für den Rückzug aus dem Geschäft mit Hippie-Brötchen und Bratwurst ist nicht etwa Verdruss wegen des schlechten Schwimmbadwetters der vergangenen Sommer, sondern eine Krankheit: Ingrid Frommann kann nicht mehr lange stehen. Wer aber einen Kiosk betreibt, der sieht nur selten einen Stuhl oder gar einen Sessel, denn wenn das Schwimmbad aufhat, geht es meistens rund.

Der Betrieb ist ein reines Saisongeschäft, von Mai bis August herrscht Hochbetrieb. „Da arbeitet man quasi rund um die Uhr“, erzählt das Paar. Ehemann Karl-Heinz stellte schon immer früh Stühle und Sonnenschirme auf und ließ die Frühschwimmer ein. Wenn Ingrid Frommann dann etwas später kam, hatte sie meist schon einen Kuchen gebacken. Solch einen Betrieb, da ist sich das Paar einig, müsse man mit viel Herz führen.

Und das taten sie. Sie hatten das Geschäft 2006 übernommen, als die ehemalige Pächterin Karin Zülch nach über 25 Jahren aufhörte. Frommanns übernahmen den Kiosk, führten das Bad in eher familiärer Atmosphäre. Das Paar habe viele Ideen eingebracht, bestätigt auch Erwin Wiegel von der Gemeinde Knüllwald, der das Bad gehört. Es gab einen italienischen Abend und das Abendschwimmen, man konnte dort Kindergeburtstage feiern und sie modernisierten die Karte.

Es gab Tage mit so viel Betrieb, dass die ganze Familie mit ran musste, in der kleinen Küche Würstchen briet und Eis verkaufte. Da waren flexible Mitarbeiter gefragt. „Im ersten Jahr, bei der Fußballweltmeisterschaft 2006, hat es so richtig gebrummt. Es herrschte sechs Wochen jeden Tag herrliches Wetter und eine Bombenstimmung“, erzählt Frommann.

Angesichts der schönen Erinnerungen fällt ihnen der Abschied nicht nicht leicht. Beide sind sehr daran interessiert, dass ein geeigneter Nachfolger gefunden wird. Erwin Wiegel ist optimistisch. „Aber wir brauchen jemanden, der das wieder mit viel Herzblut und Zuverlässigkeit macht.“

Von Christine Thiery

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