Acht Hektar 

Nur noch wenige Flächen stehen im Gewerbegebiet Knüllwald zur Verfügung

Knüllwald. Bis auf acht Hektar sind nun alle Grundstücke des 41 Hektar großen Areals an der Autobahn vergeben

Das interkommunale Gewerbegebiet bei Remsfeld ist nahezu ausverkauft. „Bis auf acht Hektar sind nun alle Flächen des 41 Hektar großen Areals an der Autobahn vergeben“, sagt Jürgen Liebermann, Vorsitzender des Zweckverbandes Schwalm-Eder-Mitte.

Großräumige Erdbewegungen weisen auf eine rege Bautätigkeit hin. Derzeit entsteht eine 20 000 Quadratmeter große Halle für einen Logistiker im zweiten Bauabschnitt an der Kreisstraße in Richtung Oberbeisheim. Besitzer der Fläche ist die Hamdi Group, ein Projektentwickler, der das Terrain gekauft hat und an Logistiker vermarktet. Dort wird derzeit Erde aus dem hinteren dritten Bauabschnitt aufgefüllt als Untergrund für die Halle.

Dieses Prinzip habe sich bereits bei den Firmen Elvis und Palletways bewährt, sagte Lothar Richter, Geschäftsführer des Zweckverbandes. Aussagen über die Firmen, die sich dort ansiedeln, wollte Liebermann nicht machen, um die Abwicklung der Geschäfte nicht zu gefährden.

Weil die Halle auf einem aufgeschütteten Terrain gebaut wird, soll es keine Zufahrt von der Kreisstraße zu dem Firmengelände geben. Das sei topografisch nicht zu realisieren. Der gesamte Lieferverkehr in den Industriepark werde über die Erschließungsstraße innerhalb des Gewerbegebietes abgewickelt, sagte Knüllwalds Bürgermeister Jürgen Roth.

Stolz auf die Entwicklung: von links Lothar Richter und Jürgen Roth vor der Fläche im Gewerbegebiet an der A 7. Foto: Christine Thiery

Der Zulieferer-Verkehr soll aus Remsfeld und vom Kreisel an der Aral-Tankstelle herausgehalten werden, selbst dann, wenn der gesamte Bereich bebaut ist. So soll die Lärmbelastung minimiert werden.

Perspektiven

Im dritten Bauabschnitt hat die Investoren-Gruppe ebenfalls ein Gelände von 40 000 Quadratmetern gekauft. Dort sollen sich wiederum Logistiker ansiedeln. Außerdem wird die Firma Elvis eine zweite Halle bauen, sie soll so groß wie die erste werden. Und auch der Logistiker Palletways erweitert. Dazu kommt der Neubau der Firma Ernsting’s Family auf 10 000 Quadratmetern. Beginn der Vermarktung war 2001, zuletzt ist die Nachfrage stark gestiegen. Die Lage an der Autobahn 7 sei besonders für Logistiker sehr gut geeignet, sagte Richter. An der freien, unterhalb des Rasthofes gelegenen Fläche habe ein Unternehmen aus der Druckbranche für Autos Interesse gezeigt.

Einnahmen und Kosten

Nach Abschluss der Vermarktung werde der Zweckverband Plus minus Null aus der Abwicklung heraus gehen, sagte Richter. Der Verband nahm bisher 11 Millionen Euro durch den Verkauf der Grundstücke ein. 33 Hektar wurden veräußert. Der Preis für den Quadratmeter beträgt 33,23 Euro. Die Erschließungskosten betrugen bis jetzt 6,5 Millionen Euro, darin enthalten sind der Straßenbau und die Regenrückhaltebecken.

Weitere Kosten kämen nun noch hinzu, sagte Richter. Der Wendehammer muss ausgebaut werden, weitere Zufahren sind nötig. Der Erwerb der Grundstücke kostete den Verband bisher 5,5 Millionen Euro. Der Bund förderte den Zweckverband mit 2,1 Millionen Euro.

Alle ansässigen Unternehmen zahlen anteilig Gewerbesteuer, sie wird im Verhältnis der Beteiligung der Gemeinden am Zweckverband an die Kommunen verteilt. Knüllwald ist mit 60 Prozent beteiligt, Homberg mit 30 und Schwarzenborn mit 10 Prozent.

Arbeitsplatzangebot

In Kürze werden durch die Erweiterung von Elvis 80 weitere Arbeitsplätze entstehen, 80 bietet die Firma bereits an. Durch die anderen Logistiker könnten etwa 150 bis 200 neue Arbeitsplätze entstehen und bei Ernsting’s sollen 20 bis 30 Menschen Arbeit finden. Derzeit arbeiten im Rasthof etwa 80 Menschen sowie 160 bei Elvis und Palletways. 

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