Grünes für die Küche: Kräuterexpertin gibt Tipps

Sie pulten die Blätter vom Löwenzahn: Gerlinde Scheele, Kräuterexpertin Anna Hutter, Manuela Bogdan, Marina Pade, Andreas Olschewski, Birgit Hanstein, Marlie Spoelstra, Anette Kurz, Ute Schade, Inge Lesch und Bärbel Schucht. Fotos: Thiery

Rengshausen. Löwenzahn hat jetzt Hochsaison: Er macht die Wiesen der Region zurzeit gelb, kann aber auch zu einem Sirup verarbeitet werden.

Die Teilnehmer des Kräuterworkshops in Rengshausen pulten die Blütenblätter aus den zuvor gesammelten Pflanzen und kochten sie mit Wasser und Zucker zu einem leckeren Dessert.

Das bildete den Abschluss der Kräuterwanderung mit der Expertin Anna Hutter aus Fritzlar. Einiges von dem, was alles so am Wegesrand wächst, sei essbar und lasse sich durchaus zu leckeren Gerichten verarbeiten, erklärte sie. „Giersch, Brennnessel Spitzwegerich, Schafgarbe oder Vogelmiere wachsen im Garten, auf dem Feld oder am Wegesrand und sind für die meisten nur Unkraut“, sagte Hutter. Doch die Gewächse hätten gerade zurzeit viele Vitamine und Spurenelemente. Die Giersch ist an vielen Wegesrändern zu sehen. Sie wird auch Dreiblatt-Geißfuß genannt.

„Das Blatt teilt sich dreimal“, sagte Hutter. Marlie Spoelstra aus Niederbeisheim fand das alles sehr interessant. „Ich war neugierig auf die Kräuter, aber unsicher, was ich nehmen und verarbeiten kann“, sagte sie. So ging es wohl vielen der Teilnehmer. Die fachkundige Führung war nötig, um die Kräuter zu unterscheiden und zu erfahren, was man davon essen kann.

Im April und Mal seien die Kräuter am frischesten und ihre Wirkstoffe am besten, sagte Hutter. Danach sollte man sie nicht mehr verwenden. Ab Juni werden sie faserig.

Viele Kräuter wachsen am Wegesrand. Man sollte darauf achten, dass sie möglichst unbeschadet sind und sie nicht an Straßen- und Feldrändern pflücken wegen der Abgase oder der gespritzten Felder, riet sie. Am besten könne man sie zwischen zehn und zwölf Uhr pflücken, wenn der Tau getrocknet ist. Viele der Inhaltsstoffe regten die Leber und Galle an, seien gut für die Verdauung. Sie enthielten viele Vitamine und Spurenelemente, etwa Brennnessel, die Niere und Blase zum Ausscheiden anregt, sie sei reich an Vitamin A und D und Kalium und enthalte viel Eisen.

Unterstützt wurde die Kräuterwanderung mit anschließendem Kochen vom FSV Rengshausen in der Aktion „Mensch beweg dich“.

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