Lob fürs Drei-Sterne-Hotel

Haus Tanneck in Schellbach erhält den Zusatz „Superior“

Frank Ellerkamm mit seinen Kindern Kristin und Falk stehen vor dem Hotel Tanneck.
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Familienbetrieb mit Drei-Sterne-Superior: Frank Ellerkamm mit seinen Kindern Kristin und Falk vor dem Hotel Tanneck. Der neue Wintergarten befindet sich zur Straße hin, neben dem Eingang zum Hotel.

Von der kleinen Pension zum top klassifizierten Hotel: Darauf kann die Familie Ellerkamm mit ihrem Hotel Tanneck in Schellbach stolz sein. Jetzt hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga das Drei-Sterne-Haus mit dem Zusatz „Superior“ ausgezeichnet. Damit ist es einer von zwei Betrieben im Schwalm-Eder-Kreis mit diesem Zertifikat.

Schellbach - Hinter der Anerkennung steckt jede Menge Engagement – über viele Jahrzehnte hinweg. 1973 bauten Hans und Hans-Georg Ellerkamm die Pension am Ortsrand von Schellbach. In elf Zimmern brachte die Familie Pensionsgäste unter, darunter Kriegswitwen aus den Städten, die sich in der Idylle des Knülls erholten, damals gefördert von speziellen Programmen.

Vollpension war das Maß für Urlaub in dieser Zeit. Bis in die 1980er-Jahre hinein lief das Geschäft mit den Langzeit-Urlaubern gut, dann änderten sich die Zeiten. Die Familie baute eine Kegelbahn an, fortan boomte das Geschäft an den Wochenenden.

Der Kegelspaß lief, das neu gebaute Restaurant war voller Gäste, Themenabende waren der Renner in der Region. Von 1990 bis 1995 dann zogen Asylanten in die Hotelzimmer ein. Der Restaurantbetrieb verebbte in dieser Zeit. Dann kam die unternehmerische Wende: Ab Mitte der 1990er-Jahre stieg der damalige Junior und Koch Frank Ellerkamm in den Familienbetrieb ein und trieb mit seiner Frau Michaela das Geschäft voran.

Alle Zimmer wurden von Grund auf saniert. 1997 erhielt das Hotel Tanneck das erste Mal die Drei-Sterne-Auszeichnung von der Dehoga. Fortan wurde sie alle drei Jahre erneuert. Bereits vor der Coronakrise hatte die Familie den neuen Wintergarten am Restaurant geplant, der nun fertig ist, sagt der 53-Jährige. Der Wintergarten bietet 40 Plätze, die Terrasse wurde versetzt und ein Stück weiter nach vorn verlegt.

Auch der Gastraum wurde saniert. Stetig wurde gebaut, die energetische Sanierung mit Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlage gehören dazu, ebenso wie die Dämmung des Hauses und der Neuanstrich. Fahrstuhl und eine neue Sauna gehören zum Standard, die sanierten Tagungsräume mit Terrassenanbau ebenso.

Die Kegelbahn wurde in Schuss gebracht, die Zimmer und die Balkone erneuert. Zudem ist das Haus barrierefrei. Mittlerweile verfügt das Hotel über 30 Betten in acht Einzel- und 14 Doppelzimmern. Vier Ferienwohnungen im Ort gehören inzwischen zum Familienbetrieb.

Seit der Wiedereröffnung nach Corona im Sommer sei die Nachfrage stark gestiegenen. „Das war wie von Null auf Hundert“, sagt Ellerkamm, als wieder Tagungsgäste sowie Durchreisende aus skandinavischen Ländern kamen. Demnächst sollen Motorradgruppen und Wanderer verstärkt beworben werden, Ellerkamm erneuert den Internetauftritt. Aber auch der reine Restaurantbereich werde von den Gästen aus der Region nachgefragt. Ein wichtiges Standbein der Küche sind aber auch natürlich die Produkte aus der hauseigenen Jagd. (Christine Thiery)

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