Hippie-Brötchen für die Gäste

Familie Bornefeld betreibt spontan das Kiosk im Niederbeisheimer Bad

Springen für diese Saison ein: Damion Bornefeld und Mutter Diana Winter-Bornefeld betreiben den Kiosk im Niederbeisheimer Schwimmbad.
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Springen für diese Saison ein: Damion Bornefeld und Mutter Diana Winter-Bornefeld betreiben den Kiosk im Niederbeisheimer Schwimmbad.

Die Freude bei den Besuchern des Niederbeisheimer Freibads ist groß: Die Familie Bornefeld ist spontan im Kiosk eingesprungen und versorgt in dieser Saison die hungrigen und durstigen Schwimmer.

Niederbeisheim – Jetzt gibt es doch endlich noch Pommes und Süßes für Kinder und Kaffee für die Stammschwimmer im Niederbeisheimer Freibad. Die Familie Bornefeld betreibt in dieser Saison spontan den Kiosk. Sohn Damion kassiert den Eintritt und Diana Winter-Bornefeld steht in der Küche.

Die Stimmung im Bad ist ausgesprochen gut. Kinder drängeln sich vor den Süßigkeiten am Kiosk und wollen sich nach dem anstrengenden Schwimmen mit Pommes und Hippie-Brötchen (aufgeschnittenes, mit Pommes frites gefülltes, Brötchen) stärken. Die Stammschwimmer schnuddeln nach dem Schwimmen an den Tischen.

Freibad in Niederbeisheim: Arbeitsteilung bei den Betreibern des Kioskes

Es scheint so, als sei alles wie eh und je. Die Gemeinde hatte einige Zeit Personal gesucht, um den Betrieb der Bäder aufrecht zu erhalten. Der ehemalige Pächter des Niederbeisheimer Kioskes die Familie Ebert gab aus familiären Gründen den Betrieb 2019 auf, ein Nachfolger war lange nicht in Sicht.

Dazwischen kam die wegen der Corona-Pandemie ausgefallene Saison im vergangenen Jahr. Da die beiden Bäder in Rengshausen und in Niederbeisheim nun im Wechsel geöffnet haben, ist die Unterhaltung des Kiosks keine so einfache Sache. Aber Diana Winter-Bornefeld sah das alles eher unkompliziert.

Zunächst fragte sie ihren 16-jährigen Sohn Damion, ob er sich nicht in den Ferien etwas dazuverdienen wolle. Er kassiert nun den Eintritt im Bad. Daraus wurde dann immer mehr. Die Kinder fragten nach Süßigkeiten und später nach Pommes. Also machte die 45-Jährige den „Frikadellenschein“, also die Gesundheitsbelehrung, und meldete ein Kleingewerbe an. Seitdem gibt es Slush-Eis, Pommes, Bockwurst und auch wieder das beliebte Hippie-Brötchen.

Kiosk im Freibad Niederbeisheim: Jens Bornefeld

Die Arbeit macht Mutter und Sohn Freude und Vater Jens, der bei der DLRG engagiert ist, übernimmt bei Bedarf die Badeaufsicht. Zum ersten Mal gibt es an diesem Wochenende Eiskaffee. „Es macht einfach Spaß, wenn die Leute glücklich sind“, sagt Diana Winter-Bornefeld.

Damion packt derweil die Schnucketüten und nimmt beim Einlass die Kontaktdaten auf. Wegen Corona dürfen nur vier Tische aufgestellt werden, doch diese sind rasch belegt. „So voll wie am Wochenende war es selten“, sagt die Bürokauffrau.

Das Wetter ist in diesem Sommer sehr durchwachsen und so wisse man nie, wie viele Besucher kommen. Wenn das Wetter schlecht ist, bleiben die Bäder geschlossen, Schwimmkurse finden aber statt. Auch die DLRG trainiert im Wechsel in den Bädern, wie Jens Bornefeld sagt.

Familie Bornefeld ist nur eine Saison im Kiosk in Niederbeisheim tätig

Familie Bornefeld betont aber derzeit, dass sie nur diese Saison als Kiosk-Betreiber einspringt. Die Mutter ist Bürokauffrau und arbeitet 30 Stunden in der Woche und Sohn Damion wird auf das Gymnasium wechseln.

In diesem Jahr sei die Arbeit wegen der Wechselöffnung und den verkürzten Öffnungszeiten zu schaffen, aber wenn im nächsten Jahr wieder alles normal laufe, habe ihre Familie keine Zeit dafür, sagt Winter-Bornefeld. Daher hofft sie, dass sich bald ein Pächter für die Saison 2022 findet.

Info: Bis Ende August sind die Freibäder in Niederbeisheim und Rengshausen im täglichen Wechsel geöffnet, Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr, an den Werktagen von 13.30 bis 19 Uhr. (Christine Thiery)

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