Markt soll 800 Quadratmeter groß werden

Ein neuer Discounter für Knüllwald: Netto will nach Remsfeld

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Das Grundstück neben der Aral-Tankstelle in Remsfeld ist schon lange in der Vermarktung: Jetzt zeigt der Discounter Netto-Markt Interesse am Gelände. 

Die Discounterkette Netto hat Interesse, sich in Knüllwald-Remsfeld anzusiedeln: Das Unternehmen interessiert sich für das Grundstück in der Langen Straße hinter der Aral-Tankstelle.

Die Gemeindevertreter diskutierten das Thema am Mittwochabend in Oberbeisheim. Das Parlament beschloss in einem ersten Schritt, das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans einzuleiten – auch wenn noch nichts in Beton gegossen ist. Damit soll das Gebiet für den Einzelhandel geöffnet werden. Derzeit ist es noch als emissionarmes Gewerbegebiet ausgewiesen, Einzelhandel damit ausgeschlossen. Ob dies aber möglich ist, wird in den kommenden Monaten geprüft werden. Innerhalb dieses Prüfverfahrens werden auch Gutachten zum Lärmschutz und dem erwarteten Verkehrsaufkommen eingeholt.

Backshop auf Grundstück vorgesehen

Den ersten Ansätzen zufolge könnte auf dem 6700 Quadratmeter großen Grundstück ein eingeschossiges Gebäude entstehen, dessen Größe sich auf 800 Quadratmeter belaufen könnte. Außerdem sähen erste Pläne einen Backshop und einen Pavillon zur Vermarktung landwirtschaftlich erzeugter Produkte wie Wurst und Fleisch vor, sagt Bodo Brosowski, geschäftsführender Gesellschafter von Feldmann-Immobilien, die den Markt für den Discounter planen und bauen würden. Das Grundstück nahe der Remsfelder Aral-Tankstelle wäre bereits der vierte Markt, den Feldmann-Immoblien für Netto errichten würde, sagte Bodo Brosowski.

Auf dem Gelände könnten 60 Parkplätze entstehen, erläuterte Jörg Vollbrecht (SPD) vom Haupt und Finanzausschuss in der Sitzung. 20 Mitarbeiter, so erste Pläne, sollten in dem Discounter beschäftigt werden. Die Anlieferung sei von der ortsabgewandten Seite des Gebäudes her geplant. Das Geschäft werde im Durchschnitt 1,8 Mal am Tag von Zulieferfahrzeugen angefahren, nachts soll eine Anlieferung ausgeschlossen werden.

Noch kein Beschluss gefasst

Das zum Ort hin abschüssige Gelände muss für den Bau nivelliert werden. Es gebe Überlegungen, zum Wohngebiet hin einen Lärmschutz zu errichten, der eventuell aus einem kleinen Erdwall aus den Erdbewegungen bestehen könne, falls dies erforderlich sei, sagte Brosowski.

Es könne aber auch einen anderen Lärmschutz geben, falls nötig. Das müsse alles demnächst geprüft werden.

Der Remsfelder Ortsbeirat wurde bereits informiert. Karl-Heinz Steuerwald, SPD-Sprecher und Remsfelder Ortsvorsteher, will dem Vorhaben die Tür nicht zuschlagen. „Wir wollen die Gremien anhören und stimmen der Einleitung des Verfahrens zur Änderung des Bebauungsplanes erst einmal zu.“ Damit sei ja noch kein Beschluss zum Bau gefasst.

Werner Knierim (CDU) unterstützt die Pläne, aber eine Prüfung der Lärmbelastung sei nötig.

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