Bund fördert Projekt mit 644.000 Euro

Jetzt wird alles schick: Sanierung des Freibads Rengshausen steht an

Kai Mausehund (vorn) und Sven Nuhn vom Förderverein Freibad Rengshausen stehen am Schwimmbadrand und recken die Daumen in die Höhe.
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Große Freude: Kai Mausehund (vorn) und Sven Nuhn vom Förderverein Freibad Rengshausen freuen sich auf die Saisoneröffnung im Mai und die Sanierung im nächsten Jahr.

Jetzt stehen alle Ampeln auf grün: Das Freibad Rengshausen soll in diesem Jahr öffnen – falls coronabedingt erlaubt – und dann folgt die grundlegende Sanierung.

Rengshausen - Die Mitglieder des Fördervereins Freibad freuen sich über 644.000 Euro, mit denen der Bund das Projekt und auch die Motivation der Ehrenamtlichen fördert . Sie haben in einem Arbeitseinsatz das Volleyballfeld hergerichtet, Bänke aufgestellt, Fliesen am Beckenrand ausgebessert und gestrichen. Damit wollen sie der Gemeinde weiter helfen, das Bad für die Saison fit zu machen. Die Öffnung ist für den 22. Mai geplant.

„Auch wenn die Sanierung erst nächstes Jahr ansteht, muss ja das Bad für die TÜV-Abnahme in diesem Jahr sicher sein“, sagt Kai Mausehund, der mit Sven Nuhn dem Förderverein bis zu den Neuwahlen vorsteht.

Der Verein bietet finanzielle und personelle Unterstützung an, hat bereits im vorigen Jahr ein Hygienekonzept fürs Baden in der Pandemie erarbeitet, das nun greifen soll. Das Team Badeaufsicht ist am Start und hilft bei Kontrollen mit. Neu in dieser Saison ist das Kleinfeld am Rande des Schwimmbades auf dem Gelände des FSV Rengshausen, das auch Badbesucher nutzen können.

Im vorigen Jahr hatte der Streit um die Öffnung für Unmut gesorgt. Diese Konflikte seien mittlerweile beseitigt, die Kommunikation mit der Gemeinde laufe reibungslos, sagt Mausehund. Parteiübergreifend habe man Gespräche geführt, Unterstützung erfahren.

Bereits im vorigen Sommer wurden die Mängel gesichtet, in der Folge ein Förderantrag beim Bund zur Sanierung gestellt, der positiv beschieden wurde. „Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet“, sagt Sven Nuhn, der zusammen mit Kai Mausehund verantwortlich ist. Eine große Sanierung des Bades sei lange kein Thema gewesen und ohne einen solchen Zuschuss nahezu unmöglich. Das Becken des Bades stammt aus den 1970er-Jahren, seine Umrandung sei sehr sanierungsbedürftig, so Nuhn.

Er rechnet nach den Gesprächen damit, dass der Neubau des Beckens in diesem Jahr geplant und im nächsten Jahr begonnen werden können. 2023 soll es fertig sein, so der Wunsch. Unglück im Glück.

Sanierung Freibad Rengshausen: Unstimmigkeiten bei Antragstellung

Die Gemeinde Knüllwald freue sich natürlich über die Zusage des Bundes, die Sanierung mit 644 000 Euro fördern zu wollen, sagt Knüllwalds Bürgermeister Jürgen Roth. Das sei nicht selbstverständlich. Allerdings habe es bei der Antragstellung einige Unstimmigkeiten gegeben.

Man sei zunächst davon ausgegangen, dass man mit einer Förderquote von 90 Prozent rechnen könne, wie sie für finanzschwache Kommunen vorgesehen war, dann hätte man auch die doppelte Summe bekommen können. Allerdings sei Knüllwald zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht als finanzschwach eingestuft gewesen.

Erst knapp zwei Monate nach Ablauf der Antragsfrist sei der Gemeinde eine Haushaltsnotlage bestätigt worden, daher betrug die Förderquote 45 Prozent. Eine spätere Berücksichtigung konnte nicht erreicht werden.

Nun müsse die Gemeinde die restliche Summe über Kredite finanzieren, eine Doppelförderung durch andere Programme sei nicht zugelassen. Im Haushalt 2021 sei Geld dafür eingestellt worden. Das Becken, das Planschbecken und die Technik sollen erneuert werden. Mit der Planung werde bald begonnen, ein exakter Zeitplan liege aber nicht vor. Derzeit bereite man die Freibäder in Niederbeisheim und Rengshausen für die Öffnung am 22. Mai vor – wenn es Corona zulasse.(zty)

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