1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fritzlar-Homberg
  4. Knüllwald

Sechs-Tage-Woche für die Bäder: Freibadsaison in Knüllwald mit Einschränkungen

Erstellt:

Von: Christine Thiery

Kommentare

Auf dem Foto ist ein Schwimmbecken zu sehen.
Freibadsaison ab 14. Mai: Hier das Rengshäuser Bad, das genau wie das Niederbeisheimer diese Saison einen Tag die Woche dicht bleibt. © Christine Thiery

In der jüngsten Sitzung der Gemeinde Knüllwald waren die Schwimmbäder und deren Saisoneröffnungen erneut ein Thema.

Knüllwald/Homberg – Die Knüllwälder Schwimmbäder werden in diesem Jahr am Samstag, 14 Mai, öffnen. Allerdings sollen beide Bäder die Badesaison über nur an sechs Tagen die Woche öffnen, so der Beschluss der Gemeindevertretung. Rengshausen bleibt am Donnerstag zu und Niederbeisheim am Dienstag.

Hintergrund ist eine mit der Stadt Homberg geschlossene gemeinsame Vereinbarung zu den Schwimmbädern in diesem Jahr. Da in Knüllwald Personal für die Badeaufsicht und die Versorgung fehlt, will man sich im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit gegenseitig aushelfen. Aufgrund des Schichtplanes sei dies aber nur möglich, wenn alle drei Schwimmbäder je einen Tag die Woche an unterschiedlichen Tagen schließen, erläuterte Bürgermeister Jürgen Roth. Homberg wird dann ebenso an einem Tag wöchentlich, nämlich montags geschlossen bleiben. Die Stadt Homberg hatte eine entsprechende Vereinbarung ausgearbeitet und einen möglichen Stellenplan dazu verfasst, wobei Arbeitszeiten und Dienstpläne berücksichtigt werden. Die Krux an der Entscheidung des Parlamentes war, dass der Knüllwälder Gemeindevorstand noch in seiner Sitzung vergangene Woche eine siebentägige Öffnung seiner beiden Freibäder beschlossen hatte und dies auch nach der Beratung über die Vereinbarung weiter verfolgte. Die Stadt Homberg hatte sich dagegen gewehrt. Wenn Homberg den Knüllwäldern aushelfe und dafür einen Tag schließen müsse, Knüllwald trotzdem irgendwie versuche, sieben Tage zu öffnen, sei Homberg ganz raus aus der Vereinbarung, hieß es.

Für das kommende Jahr soll wieder eine ganzwöchige Öffnung zweier Bäder angestrebt werden

Allein mit dem Knüllwälder Personal könne man die beiden Schwimmbäder nicht betreiben, betonte Roth nochmals. Die Arbeitszeiten müssten aus rechtlichen Gründen eingehalten werden, in der Vergangenheit habe man diese viel zu oft überschritten. Aus Haftungsgründen sei dies nicht weiter haltbar.

Für das kommende Jahr soll allerdings wieder eine ganzwöchige Öffnung beider Bäder angestrebt werden. Gut für Knüllwald (GfK) hatte trotzdem zur Unterstützung dieses Jahr die Anstellung einer weiteren 450 Euro Kraft für die Badeaufsicht während der Saison beantragt, was bewilligt wurde. Nach einer Sitzungsunterbrechung und der Diskussion im Ältestenrat, an der auch der in der Sitzung anwesende Homberger Bürgermeister Dr. Nico Ritz beratend teilnahm, wurde die Vereinbarung einstimmig beschlossen.

Jörg Vollbrecht meinte, man müsse sich den Gegebenheiten beugen, es sei nicht genügend Personal vorhanden. René Liehmann (GfK) riet zur Zustimmung, bestand aber auf der zusätzlichen Einstellung einer Saisonkraft. Karl-Heinz Steuerwald (SPD) strebt weiter die Siebentage-Öffnung an. „Das muss unser Ziel bleiben, spätestens fürs nächste Jahr.“ Hans-Heinrich Laabs (UKW) wies zudem auf die personelle Notlage hin. (Christine Thiery)

Auch interessant

Kommentare