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Land investiert 50 Millionen Euro: Neue Mobilfunkmasten für Knüllwald und Frielendorf

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Von: Christina Zapf, Jörg Paulus

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Handymast im Wald
Land unterstützt den Bau von vier neuen Mobilfunkmasten in den Landkreisen Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg. © Soeren Stache/dpa

Das Land Hessen will mit 50 Millionen Euro neue Mobilfunkmasten im ländlichen Raum bauen. Die ersten Masten sind in den Landkreisen Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg geplant.

Schwalm-Eder – Mit einem Förderprogramm investiert das Land Hessen bis zu 50 Millionen Euro in den Neubau von Mobilfunkstandorten, um die verbliebenen weißen Flecken zu beseitigen – vor allem auf dem Land. Es geht um Gebiete, in denen sich der Ausbau für die Mobilfunknetzbetreiber bisher wirtschaftlich nicht gelohnt hat.

Die ersten vier Masten sollen in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder gebaut werden: in Hatzfeld, Haina, Frielendorf und Knüllwald. Dafür hat Digitalministerin Prof. Kristina Sinemus jetzt die Absichtserklärungen an die Landräte Jürgen van der Horst und Winfried Becker übergeben.

Das Land arbeitet bei dem Förderprogramm mit den Mobilfunknetzbetreibern Telefónica (O2), Telekom und Vodafone zusammen. Mit ihnen gab es schon seit 2018 einen Mobilfunkpakt, um den Ausbau in Hessen zu beschleunigen. 174 Mobilfunkstandorte wurden im Schwalm-Eder-Kreis modernisiert und 19 neu errichtet. Diese Kooperation wurde Anfang 2022 mit dem „Zukunftspakt Mobilfunk für Hessen“ erneuert.

Förderprogramm des Landes Hessen: Neue Mobilfunkmasten auf dem Land

„In den Gebieten, in denen das Förderprogramm aktiv wird, findet häufig aus wirtschaftlichen Gründen kein marktgetriebener Ausbau statt. Durch das Förderprogramm können solche Versorgungslücken geschlossen werden“, teilte das Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung auf HNA-Anfrage mit.

Das Land hatte zuvor für 263 Kommunen – mehr als die Hälfte aller Städte und Gemeinden in Hessen – bereits Ausbaupläne der Telekommunikationsunternehmen abgefragt, um festzustellen, ob eine Förderung nötig ist. Danach wurden Hatzfeld, Haina, Frielendorf und Knüllwald als Standorte für die ersten vier Mobilfunkmasten ausgewählt, weil sie „den am weitesten fortgeschrittenen Verfahrensstand im Förderprozess haben“, so das Ministerium.

Die vier Mobilfunkstandorte werden in der Nähe der Ortschaften Lindenhof/Rhoda (Hatzfeld), Hüttenrode (Haina), Lichtenhagen (Knüllwald) und Leuderode (Frielendorf) errichtet. 

Digitalisierung auf dem Land vorantreiben: Neue Masten für Frielendorf und Knüllwald

Mit der Absichtserklärung können die Kommunen Förderanträge bei der WI-Bank des Landes stellen. Nach der Zusage folgt die Ausschreibung zur Planung und Realisierung der Funkmasten. „Von der Standortsuche bis zur Fertigstellung vergehen ca. 24 bis 30 Monate“, so das Ministerium.

„Es geht um gleichberechtigte Lebensbedingungen für die Menschen auf dem Land und in der Stadt. Das gilt auch ganz besonders im Bereich der Digitalisierung“, sagte Winfried Becker, Landrat des Schwalm-Eder-Kreises .(Jörg Paulus und Christina Zapf)

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