Feuerwehr zieht statt in Container ins Gebäude ein

Einsatz lohnt sich: Ellingshausen erhält Multifunktionshaus

Setzen sich für ein Multifunktionshaus mit Feuerwehr in der Ortsmitte ein: vorn Marco Brand, stellvertretender Wehrführer, hinten von links Johannes Brehm, Albert Manz, Renate Kampmann und Jonas Keilert.
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Setzen sich für ein Multifunktionshaus mit Feuerwehr in der Ortsmitte ein: vorn Marco Brand, stellvertretender Wehrführer, hinten von links Johannes Brehm, Albert Manz, Renate Kampmann und Jonas Keilert.

Nun also doch: Die Ellingshäuser bekommen ein Multifunktionshaus, in dem auch die Feuerwehr untergebracht werden soll. Das beschlossen die Knüllwälder Gemeindevertreter am Donnerstag in ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl mit 14 zu neun Stimmen nach einer sehr emotionalen Diskussion.

Knüllwald - Damit ist die ursprünglich geplante Containerlösung, über die auch noch einmal abgestimmt wurde, endgültig vom Tisch. Vertreter von Ellingshausen warben in der Sitzung erneut für das von Karl-Heinz Steuerwald (SPD) erst kürzlich ausgearbeitete Konzept (HNA berichtete). Marco Brand, stellvertretender Wehrführer: „Wir halten es für die nachhaltigste Variante.“ Das Massivhaus sei eine einzigartige Möglichkeit, mit der Dorferneuerung eine annähernd kostenneutrale Lösung hinzubekommen. 

Jürgen Jurgilewitsch (SPD) wies darauf hin, dass man beim Bau der Feuerwehrhäuser viele Vorschriften beachten müsse. Künftig werde man sich wohl auf zentrale Stützpunkte konzentrieren müssen.

Ziemlich verärgert war Jörg Vollbrecht (SPD). Der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses kritisierte, dass die Ellingshäuser in einem HNA-Artikel geäußert hätten, dass sie kein Rederecht in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Dezember bekommen hätten, um sich zu den Containern zu äußern. Vollbrecht betonte, sie hätten um Rederecht bitten können. Er selbst hatte einst die Idee der Container in die Diskussion eingebracht. Vollbrecht kritisierte die Pläne für das Multifunktionshaus, es fehle etwa eine Küche und Behindertentoiletten.

Viel Kritik gab es auch von der UKW zum Multifunktionshaus. Hans-Heinrich Laabs lobte zwar Steuerwalds Einsatz, wies aber auf Rechenfehler hin, die seiner Meinung nach dazu führten, dass ein fester Bau am Ende doch teurer werde als geplant. Die Folge: Die Ellingshäuser müssten dann einen erheblich größeren Eigenanteil stemmen. André Hippmann (UKW) äußerte Bedenken zur Umsetzung. Man hätte sich die Container mal anschauen können. Sie seien komfortabler als man denke.

Bürgermeister Jürgen Roth (UKW) wehrte Vorwürfe ab, dass er die Informationen über eine Förderzusage für die Container verschleppt habe. Dies sei ein Missverständnis beim Landkreis gewesen, sagte er und untermauerte seine Aussage mit Daten. Er zeigte sich sicher: „Hätte die Dezembersitzung stattgefunden wie geplant, hätten wir nun die Container.“ Man könne nicht mit Wunschzahlen rechnen, wie es Steuerwald tue, so der Bürgermeister.

Karl-Heinz Steuerwald (SPD) entgegnete, dass alles nicht so tragisch sei. Es gebe inzwischen eine noch stabilere Kostenrechnung und er betonte, man müsse auf die Dorfgemeinschaft achten. Das bekräftigte auch Udo Schmidt (SPD), selbst wenn das Multifunktionshaus etwas teurer werde, müsse man das Haus als Einheit für das Dorf und die Dorfgemeinschaft sehen. Das sah auch Werner Knierim (CDU) so: „Ein solches Haus soll etwas für das Dorf darstellen.“ (Christine Thiery)

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