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Die Paten der Wanderwege: 20 neue Fabelwege entstehen

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Von: Christine Thiery

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Auf dem Foto sind zwei Menschen zu sehen.
Unentbehrlich: Der Wegepate Rudi Zülch beschilderte in den vergangenen Wochen den Hutewaldweg neu als Fabelweg, zu erkennen an dem weißen F auf rotem Grund. Katrin Anders, Geschäftsführerin des Naturparks Knüll, freut sich über diese viele ehrenamtliche Arbeit. © Christine Thiery

Der Naturpark Knüll hält mit mehr als 80 000 Hektar Fläche viel bereit. Mit „Das Jahr im Naturpark Knüll“ stellen wir den jüngsten Naturpark Deutschlands vor.

Knüllwald – Rudi Zülch hat einen Neffen der besonderen Art: Er ist gut elf Kilometer lang und mit viel Wald und guten Ausblicken ausgestattet. Zülch ist Wegepate und der Hutewaldweg quasi der Neffe des 71-Jährigen, den er liebevoll hegt und pflegt. Kürzlich brachte er neue Schilder an, die zeigen, dass der Wanderweg nun im Jahr seines 14. Bestehens einer der 20 Fabelwege des Naturparks Knüll ist.

Darauf weist das weiße F auf roten Grund hin. Zülch brachte etwa 160 solcher Schilder in den vergangenen Wochen an Bäumen und Weggabelungen an. Die sollen Wanderern helfen, den Pfad zu finden. Seit der Gründung des Premiumweges 2008 kümmert er sich um den Weg, wandert ihn mindestens vier Mal pro Jahr ab und sieht nach dem Rechten. Er schaut, ob die Hecken nicht zu hoch werden oder Wegabschnitte frei geschnitten sind. „Nach Stürmen muss man schauen, ob Bäume den Weg versperren“, sagt er.

Gemeinde Knüllwald ist dann für das Abräumen zuständig

Dabei arbeitet er mit ortsansässigen Förstern, dem Hessen Forst und auch Privatwaldbesitzern zusammen. Die Gemeinde ist dann für das Abräumen zuständig. „Diese ehrenamtliche Arbeit der Wegepaten ist für uns sehr wichtig“, sagt Katrin Anders, Geschäftsführerin des Naturparks Knüll.

20 Fabelwege sind ein Großprojekt des Naturparks, nach und nach werden sie nun neu ausgeschildert. Bereits 2017 gab es die ersten Machbarkeitsstudien für die Fabelwege, sagte Anders. Jetzt ist das Projekt in der Umsetzung. Für die Region sei dies sehr wichtig für den Tourismus. Zwanzig solcher Wege in einer Region zu bieten, sei eine große Herausforderung gewesen, in die man große Hoffnung setze. Das koste aber auch viel Kraft. Ohne ehrenamtliche Unterstützung lasse sich diese Arbeit kaum bewältigen.

Naturpark Knüll: Insgesamt 28 Wegepaten gibt es für die 20 Fabelwege

Manche Wege wie der Hutewaldweg oder die Lochbachklamm sind bereits prämierte Wanderwege und müssten quasi nur umbeschildert werden. Andere wie der Rommelsbergrundweg müssen völlig neu ausgewiesen und beschildert werden. Auch für diesen 13 Kilometer langen Weg ist Rudi Zülch als Wegepate zuständig.

Insgesamt 28 Wegepaten gibt es für die 20 Fabelwege. Während manche Paten zwei Wege allein betreuen, wie Zülch, gebe es in anderen Kommunen teilweise vier Paten pro Weg. Die Wege seien allerdings unterschiedlich lang und unterschiedlich stark frequentiert.

Der Hutewaldweg ist 11,4 Kilometer lang, er beginnt und endet an der Freilichtbühne Rengshausen. Man braucht rund dreieinhalb Stunden für die Wanderung. In den kommenden Wochen werden sukzessive an markanten Orten des Weges Schilderbäume angebracht, auf der der Weg auch auf einer Karte abgebildet ist, ebenso wie bei allen anderen auch. (Christine Thiery)

Info: Demnächst werden Flyer verteilt mit einer Übersicht über alle Wege im Gebiet des Naturparks Knüll. Näheres im Internet auf naturpark-knuell.de Soziale Medien: facebook.com/naturpark.knuell instagram.com/naturpark_knuell

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