Tag des Kamerunschafs

Züchter aus Leidenschaft: Paar aus Nenterode hält 23 Kamerunschafe

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Ein schönes Hobby für Tierliebhaber: Vanessa Eckhardt züchtet Kamerunschafe auf ihrem Hof in Nenterode.

Vanessa und Ingo Eckhardt züchten Kamerunschafe. 23 Tiere hält das Paar inzwischen. Zum Tag des Kamerunschafs bieten sie Fachvorträge an.

Vanessa Eckhardt liebt ihre Kamerunschafe. Alle haben einen Namen, und wenn sie mit den Leckerlis im Eimer klappert, kommen sie handzahm angelaufen und folgen ihr Richtung Weide. Die 30-Jährige ist gemeinsam mit ihrem Mann Ingo eine engagierte Züchterin. Auf ihrem Hof in Nenterode findet deshalb am Samstag, 28. September, der Tag des Kamerunschafes statt.

Dort können sich Züchter aus der Region informieren und austauschen. Der Tag steht im Mittelpunkt des jährlichen Treffens des bundesweit tätigen Vereins der Kamerunschafzüchter und Halter, in dem sich das Paar engagiert. Die beiden hatten 2016 mit dem Züchten der Tiere begonnen und sich an die Tierhaltung herangetastet. Sie hatten in dieser Zeit den Hof der Schwiegereltern übernommen und zogen mit ihren Pferden von Spangenberg nach Nenterode.

Eigentlich begannen sie mit der Zucht nur, weil sie zur Erhaltung der Landwirtschaft Tierhaltung nachweisen mussten. Doch daraus wurde eine große Liebe. Die pharmazeutisch-technische Angestellte war schon immer tierlieb und ist außerdem Pferdewirtin. „Der Umgang mit Tieren ist mein Ausgleich“, sagt sie. „Sie sind unser Urlaub.“ Wenn sie nach der Arbeit nach Hause kommt, ist der erste Weg auf die Weide, um nach den Schafen zu schauen.

Mittlerweile hat das Paar 23 Schafe, darunter zwei Böcke. „Das Kamerunschaf zeichnet sich durch eine unkomplizierte Haltung aus“, sagt Eckhardt. Die Tiere sind Haarschafe, haben also Fell und müssen nicht geschoren werden. Das vereinfache den Umgang. Auch bei der Lammung habe es bisher kaum Probleme gegeben. Ihre Tiere seien sehr zutraulich, besonders weil sie jeden Tag zusätzlich mit Leckereien wie Brot, Möhren und Äpfeln gefüttert werden. Das binde sie. Einige der Tiere hat das Paar mit der Flasche aufgezogen. Zu diesen sei die Bindung besonders groß. 

Dennoch schlachten sie ihre Tiere. Das zarte Fleisch, das keinerlei Hammelgeschmack aufweise, werde bisher lediglich für den Eigenverbrauch hergestellt. „In den ersten Jahren der Zucht haben wir aus Unwissenheit einige Fehler gemacht“, sagt Eckhardt. Daher seien sie in den Verein eingetreten, der bundesweit über 200 Mitglieder hat. Dort bekomme man viele Informationen zur Zucht.

Anspruchsloses, widerstandsfähiges Schaf

Das Kamerunschaf stammt aus Westafrika und ist ein klein- bis mittelrahmiges anspruchsloses und widerstandsfähiges Haarschaf. Es ist seit etwa 100 Jahren auch in Europa heimisch. Im Winter bekommt ihr haariges Fell eine dichtere Unterwolle, die im Frühjahr wieder abgestoßen wird. Die Mutterschafe sind hornlos. Die Böcke bilden sichelförmige Hörner und eine Mähne aus. In der Zucht ist die häufigste Fellfarbe braun, es gibt auch schwarze und gescheckte Tiere

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