In drei Jahren sollen die ersten Senioren einziehen können

Neues Altenheim geplant: Ehepaar will in Remsfeld Gelände der ehemaligen Stuhlfabrik bebauen

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Investor und Betreiber aus einer Hand: Petra und Stefan Burkard mit Bürgermeister Jürgen Roth (links) auf dem Gelände am Brundershäuser Weg in Remsfeld, wo das Seniorenheim gebaut werden soll. 

Remsfeld. Das Altenheim in Remsfeld nimmt Gestalt an. Petra und Stefan Burkhard haben ein Teil des Geländes der alten Stuhlfabrik in Remsfeld gekauft.

Sie wollen dort eine Pflegeeinrichtung für Senioren bauen. Die beiden Fachleute, die Inhaber und Geschäftsführer der Seniorenresidenz Papillon in Homberg sind, haben 5000 Quadratmeter des Geländes erworben. Auf einem weiteren Teil des Geländes produziert die Firma IBS-Ausbausysteme-Stuhlfabrik allerdings weiter. In Remsfeld soll zunächst eine Pflege-Einrichtung für 60 Personen entstehen. „Das Gelände liegt wunderbar. Man ist mitten im Geschehen und es ist ein schöner Platz“, sagt Petra Burkard. Das Ehepaar Burkard betreibt neben dem Papillon den mobilen Pflegedienst Sonnenschein, der auch Knüllwälder versorgt. Stefan Burkard (52) ist Krankenpfleger, seine Frau Petra (51) Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen.

Damit geht ein Wunsch der Knüllwälder in Erfüllung. Bereits seit zehn Jahren arbeitet die Gemeinde an der Vermarktung des Geländes für ein Seniorenheim. „Angehörige aus der Region sollen wohnortnah untergebracht werden“, sagte Bürgermeister Jürgen Roth. Die Hessische Landesgesellschaft erwarb das Terrain der stillgelegten Stuhlfabrik. Mit Fördergeld aus dem Programm Stadtumbau West riss die Gemeinde die maroden Gebäude ab. Lange Zeit lag das Gelände dann brach, was immer wieder zu Spekulationen führte, ob sich ein Investor finden würde.

Auf den Einzug ins Heim müssen die Knüllwälder Senioren trotzdem noch warten. Genaue Aussagen über den Baubeginn wollte das Paar nicht machen. Zunächst stehe die Planung des Gebäudes an. „Spätestens in drei Jahren sollen die ersten Senioren einziehen“, sagte Stefan Burkard.

„Wir erfüllen uns damit einen Traum“, sagen sie. Sie möchten erstmals ein Pflegeheim ganz nach ihren Vorstellungen bauen. Es soll auf jeden Fall Wohngruppen geben, verraten sie. Das Essen werde im Papillon frisch zubereitet und nach Remsfeld gebracht. „Wir legen beim Kochen Wert auf saisonale und regionale Produkte“, sagen die beiden. Das Gebäude selbst soll sich in das Dorf eingliedern und wohnlich wirken. Sie wollen keinen Flachdachbau. Außerdem stehe bereits fest, dass ein Café integriert werden soll, das auch für die Allgemeinheit zugänglich sein soll.

Grund für die hohe Motivation der Burkards ist die Nachfolge. Ihre beiden Kinder werden den Betrieb einmal übernehmen. „Das motiviert uns, noch einmal zu investieren“, sagt das Paar. Die Gemeinde hält weiter an dem ursprünglichen Plan fest, dass mehrere Generationen auf dem Terrain zusammen leben können. Betreutes Wohnen soll möglich sein. Außerdem werden Wohnungen für junge Leute gebaut. „Alles soll nach und nach umgesetzt werden“, sagte Roth. Das gesamte Gelände an der ehemaligen Stuhlfabrik ist 13.000 Quadratmeter groß.

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