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Theke statt Taufbecken – Elisabeth und Christoph Felber wandeln Kirche in Remsfeld um

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Von: Christine Thiery

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Auf dem Foto sind zwei Menschen zu sehen.
Die Sakristei wurde zur Bar: Einblicke in die umgebaut Kirche. Elisabeth und Christoph Felber freuen sich auf Gäste. © Christine Thiery

Aus einem Taufbecken wird eine Theke. Das ist jetzt in der katholischen Kirche in Remsfeld zu bestaunen.

Remsfeld – Die katholische Kirche in Remsfeld wird zu einem ganz besonderen Ort für Veranstaltungen. Elisabeth und Christoph Felber haben das Gotteshaus gekauft und umgebaut. Sie wollen dort ab Juli Veranstaltungen anbieten. Von Hochzeiten mit freien Trauungen am Altar, über Firmenfeiern und Jubiläen oder Geburtstagen bieten sie ein breites Angebot in einem ungewöhnlichen Ambiente. „St. Elisabeth special event location“ heißt die neue Firma.

Christoph Felber ist vielen mit seiner Firma Natura Holz Felber in Homberg bekannt. „Nun unterstützte ich meine Frau zusätzlich mit der Eventagentur“, sagt er. Was nur wenige wissen, der 50-Jährige interessiert sich schon immer für Kulinarik und Gastronomie. „Im Freundeskreis haben wir schon oft einige kleinere oder größere Events ausgerichtet.“

Schöne Locations mit einer besonderen Dekoration

Immer in schönen Locations mit einer besonderen Dekoration. Dafür hat Elisabeth Felber ein gutes Händchen. Die 57-Jährige stammt aus Thüringen und hat dort lange Zeit in leitender Funktion gearbeitet. Daher stammt die Gabe fürs Geschäftliche, ihr Talent fürs Schöne ließ sich schon bei der ersten Besichtigung der Kirche sehen. Profanierte Gegenstände und Bilder aus Kirchen vervollständigen den besonderen Eindruck.

Opulente Tapeten, Kronleuchter und viele Goldtöne beherrschen das Ambiente der neuen Event-Location mitten in Knüllwald. Neben dem 190 Quadratmeter großen Kirchenraum und der Bar in der Sakristei gibt es eine weitere kleine Bar im Obergeschoß wo früher die Orgel gespielt wurde. „Bis zu 160 Leute können in der Kirche maximal feiern“, sagt Felber.

Im Untergeschoß befindet sich eine Küche mit portugiesischen Fliesen sowie die originellen Sanitäranlagen. Das Kirchenschiff ist mit flexiblen Kirchenbänken ausgestattet.

Sie wollen auch eigene Veranstaltungen wie Krimi Dinner anbieten – oder Weinverkostungen

Der Beichtstuhl bleibt ebenfalls eine Besonderheit. Der Garten soll später hergerichtet werden. Wichtig ist den beiden, dass sie die Veranstaltungen komplett selbst ausrichten. „Der Ort kann nicht einfach nur gemietet werden“, sagt Elisabeth Felber. Feiern für Clubs, Vereine Tagungen oder Weihnachtsfeiern gehören zu ihren Angeboten. Dabei arbeiten sie mit Caterern aus der Region zusammen. Sie wollen auch eigene Veranstaltungen wie Krimi Dinner anbieten, oder Weinverkostungen. Zudem soll es eine eigenes St. Elisabeth Kellerbier geben.

Und das Überraschende: Felbers wollen auch nach Remsfeld ziehen. Sie haben das Pfarrhaus an der Kirche ebenfalls saniert. Dort hat einst Pfarrer Ferdinand Rech gewohnt, nach der Schließung der Kirche stand das Pfarrhaus leer.

Das Paar Felber ist besonders motiviert und hat Spaß dabei, die Kirche umzugestalten

1951 wurde die katholische Kirche in Remsfeld eröffnet, nach dem Krieg waren viele Geflüchtete aus dem Sudetenland mit katholischer Prägung in die Region gekommen, Kirchen wurden gebaut, viele davon sind mittlerweile geschlossen, erzählt Felber.

Das Paar ist auch katholisch und Gemeindemitglieder der Christus Epheta Kirche in Homberg. Daher kamen auch die Kontakte und die Idee, die Kirche in eine außergewöhnliche Location zu verwandeln. Viel Spaß und Begeisterung dafür ist die Motivation für das Paar, das in den vergangenen Monaten viel dafür geschuftet hat. (Christine Thiery)

Kontakt: info@st-elisabeth-sel.de, oder Natura Holz Felber, Tel: 05681/930920 oder info@natura-holz-felbder.de

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