1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fritzlar-Homberg
  4. Knüllwald

Remsfeld: Touristinfo soll wieder aktiviert werden

Erstellt:

Von: Christine Thiery

Kommentare

Die Knüll-Touristik will den Infopoint ab dem kommenden Jahr wieder mit Personal besetzen.
Die Knüll-Touristik will den Infopoint ab dem kommenden Jahr wieder mit Personal besetzen. © Christine Thiery

Die Knüll-Touristik will die Touristinfo in Remsfeld wieder aktivieren. Außerdem fordert sie von der Gemeinde einen Zuschuss für die Vermarktung des Tourismus.

Remsfeld – In die Touristinfo in Remsfeld soll wieder Leben einziehen. Ende des vergangenen Jahres waren die Mitarbeiter wegen des Zusammenschlusses der Knüll-Touristik mit dem Rotkäppchenland nach Homberg in die Tourist-Info gewechselt. Das Gebäude an der Aral Tankstelle wurde als Infopunkt aufgegeben. Nun will die Knüll-Touristik als Verein diesen wieder aktivieren und in Eigenregie betreiben. Die Gemeindevertretung will in der Dezembersitzung darüber entscheiden.

Die Stadt Homberg, die bei der Knüll-Touristik eingestiegen war, ist aus dem gemeinsamen Verbund ausgetreten. Sie hat wegen der Zusammenführung zum Rotkäppchenland und dem gemeinsamen Büro am Marktplatz die Zuschüsse eingestellt. Die Gemeinde Knüllwald hatte die Knüll-Touristik seit deren Gründung in den 90er Jahren bislang jedes Jahr mit 30 000 Euro unterstützt. Damit finanzierte der Verein einen großen Teil der Personalkosten.

Verein Knüll-Touristik fordert Unterstützung von Gemeinde

Wegen der Zusammenlegung mit dem Rotkäppchenland im vergangenen Jahr zahlte Knüllwald nur 9500 Euro an die Vereinigung. Die Knüll-Touristik selbst hatte nichts mehr bekommen. Jetzt hat sie bei der Gemeinde Knüllwald für die nächsten Jahre wieder Zuschüsse von 20 000 Euro jährlich für die Vermarktung des Tourismus beantragt. Das Konzept stellte Andreas Koch in der jüngsten Sitzung der Knüllwälder Gemeindevertretung vor.

„Wir haben in den vergangenen Monaten die Erfahrung gemacht, dass wir vor Ort in Remsfeld dringend auch Ansprechpartner brauchen“, sagte er. Knüllwald habe im Landkreis nach Melsungen und Frielendorf die meisten Übernachtungen, argumentierte Koch. Bad Zwesten sei wegen des Kurbetriebes führend. Für dieses Jahr rechne die Gemeinde Knüllwald wieder mit bis zu 45 000 Übernachtungen, damit sei man wieder ungefähr auf dem Stand vor Beginn der Corona-Pandemie. Diese Kaufkraft bleibe in der Region.

Touristinfo: Es soll wieder Ansprechpartner vor Ort geben

Koch rechnete vor, dass im Durchschnitt 50 Euro täglich pro Person im Knüllgebiet blieben. Das seien ungefähr zwei Millionen Euro im Jahr. Daher solle die Touristinfo ab 2023 mit 35 Stunden pro Woche wieder besetzt werden. „Persönliche Erreichbarkeit vor Ort ist das A und O im Tourismus“, so Koch. Man könne zwei Minijobber dafür einstellen oder einen sozialversicherungspflichtigen Job schaffen sowie eine Aushilfe engagieren, sagte er. Diese Mitarbeiter könnten auch Aufgaben der Gemeinde übernehmen wie beispielsweise Wanderwege zertifizieren.

Ziel sei es, den Tourismus in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln. Gerade der Naturpark Knüll biete viel Potenzial. Trotzdem bleibe die überregionale Vermarktung im Rotkäppchenland wichtig. Die Gemeinde solle weiter dort Mitglied sein und auch dafür Beiträge entrichten. Die Knüll Touristik hat 125 Mitglieder. (Christine Thiery)

Auch interessant

Kommentare