Spatenstich: Logistiker Palletways zieht von Homberg ins Gewerbegebiet an die A 7

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Gruppenbild ohne Dame: Beim Spatenstich fürs Logistikunternehmen Palletways in Knüllwald kamen im Interkommunalen Gewerbegebiet an der A7 trafen sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Von links Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz, Steffen Zurlinde und Martin Reinhardt von Goldbeck, hinten oben Palletways-Geschäftsführer Mathias Mendel, Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller, dahinter Landrat Winfried Becker, davor links Christian Hamdi, daneben Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Kaufmann.

Knüllwald/Homberg/Schwarzenborn. Es war ein Termin, bei dem alle nur so vor Zuversicht und guter Laune strahlten: Beim Spatenstich für die neue Umschlaghalle von Palletways gestern Mittag herrschte bei allen Beteiligten großer Optimismus.

Schon im kommenden Sommer soll die neue Halle fertig sein, die Mitarbeiter dann den Betrieb aufnehmen. Dann müssen viele Lasterfahrer ihre Navis neu programmieren: Sie steuern ab nächstem Juni nicht mehr die ehemalige Viessmann-Halle in Homberg, sondern das neue Drehkreuz im Interkommunalen Gewerbegebiet Knüllwald-Homberg-Schwarzenborn an der A 7 an.

Und dort soll nicht nur alles neuer und besser, sondern auch viel größer werden. Knüllwald, sagte Palletways-Geschäftsführer Mathias Mendel, solle der stärkste Standort werden: Dort will der englische Logistiker seine bisherigen Kapazitäten verdreifachen.

„Wir sind ganz klar auf Wachstumskurs“, sagte Mendel. Der neue Standort sei perfekt, um weiter zu expandieren. Schon jetzt hat Palletways eine 50 000 Quadratmeter große Fläche neben der jetzigen Baustelle reserviert. Das Unternehmen expandiert schnell: Erst seit 2011 ist es in Deutschland tätig, damals hatte der Logistiker mit Firmensitz in Ratingen die Viessmann-Hallen bezogen.

Mitarbeiter gesucht

Doch der Standort habe sich bereits nach kurzer Zeit als zu eng und nicht optimal erwiesen: In der Halle befinden sich Säulen, die die Gabelstapler mühsam umkurven müssen. Das kostet Zeit - und genau die ist beim harten Wettbewerb in der Logistikbranche knapp. Die Mitarbeiter von Palletways bleiben zwischen Ankunft und Abfahrt der Laster genau 30 Minuten, um deren Ladung zu löschen.

Das erfordere vor allem eines: qualifizierte Mitarbeiter. So schön es sei, dass der Schwalm-Eder-Kreis eine recht niedrige Arbeitslosenquote habe, so schwierig sei damit für sein Unternehmen damit die Mitarbeitersuche. Deren Zahl soll mit dem neuen Betrieb an der A 7 steigen: „Wenn Sie gute Logistiker an der Hand haben, die bei uns anfangen wollen - geben Sie ihnen unsere Telefonnummer“, sagte Mendel beim Spatenstich.

Palletways in Zahlen

4 Jahre ist es her, dass das englische Unternehmen in Deutschland tätig ist.

10 Mio. Euro investiert Palletways in den Bau des Remsfelder Drehkkreuzes (HUB). Es gibt außerdem noch

14 weitere Hubs in

20 europäischen Ländern.

25 fest angestellte Mitarbeiter sind zurzeit im Homberger Standort beschäftigt. Tendenz: steigend.

51 Partnerunternehmen aus dem Bundesgebiet speisen Ware ins Netzwerk ein.

63 Depots gibt es im Land.

90 Laster rollen zurzeit vors Homberger Hub. Täglich.

7200 Quadratmeter soll die neue Halle groß sein.

30.000 Quadratmeter soll die Parkfläche umfassen.

33.000 Paletten voll Ware werden bis jetzt umgeschlagen: am Tag.

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