Gemeinde hat endgültige Entscheidung getroffen

Trotz Protesten: Freibadsaison in Knüllwald fällt aus

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Leere trotz Badewetters: Das Freibad in Rengshausen bleibt in diesem Sommer endgültig geschlossen. Das war das Ergebnis des Runden Tisches am Mittwoch.

Die Entscheidung ist gefallen: Die Freibäder in Rengshausen und Niederbeisheim bleiben diese Saison geschlossen. Nach Protesten des Fördervereins und vielen Rengshäusern hat die Kommune nun entschieden.

Das Freibad in Rengshausen bleibt nun endgültig in diesem Sommer dicht. Die Gemeinde Knüllwald wird keines der beiden Freibäder öffnen. In der vergangenen Woche hatten der Förderverein und viele Rengshäuser für eine Öffnung des Rengshäuser Freibades demonstriert.

Das Ergebnis sei ernüchternd, sagte der stellvertretende Vorsitzende Sven Nuhn. Der Förderverein habe sich im Vorfeld noch weitergehende konkrete Gedanken zum Corona-Hygienekonzept gemacht und erste Helferpläne für die Badeaufsicht, die Kontrolle der Besucherzahlen und den Kiosk erstellt. Zur Vorbereitung des Termins habe man Fragen an die Gemeinde gesendet, ohne eine Rückmeldung erhalten zu haben. „Unsere Ideen sind gar nicht diskutiert worden“, sagte Nuhn. Das sei frustrierend. Er habe das Gefühl, dass die Entscheidung längst fest gestanden habe. Für ihn sei der Runde Tisch am Mittwoch eine reine Farce gewesen. Die Gemeinde habe informiert, dass die Vorbereitungsphase für eine Öffnung in der Regel sieben Wochen dauere, die man aber auf vier verkürzen könne. Bauhof und Bademeister hätten dies mit vielen Argumenten untermauert. Eine Öffnung würde sich nun nicht mehr lohnen, habe es in der Veranstaltung geheißen. Das habe man auch nachvollziehen können, sagte Nuhn. Dennoch sagen Förderverein und Ortsbeirat, dass sie nicht genug in die Diskussion eingebunden worden seien. Man hätte gemeinsam die Ideen des Vereins erörtern können. Dennoch wolle man für Gespräche offen bleiben. Nach den Ferien wolle man über mögliche Sanierungen und Modernisierungen in den Bädern und die Saison 2021 sprechen.

Die beiden Freibäder müssten in diesem Sommer geschlossen bleiben, sagt Bürgermeister Jürgen Roth. „Wir haben die Bäder in der Hochphase der Coronazeit nicht wie sonst vorbereitet, so dass es nun zu lange dauern würde, sie für die restliche Saison herzurichten.“ Man benötige mindestens drei bis vier Wochen für die Arbeiten. „Wir müssen sparen in Knüllwald und wollten die Bäder nicht auf blanken Dunst hin vorbereiten.“ Andere Städte hätten dies anders gehandhabt, so dass die Bäder nun öffnen könnten. Außerdem habe man in Knüllwald zwei Bäder und man könne schlecht eines öffnen und das andere nicht. Das sei nicht gerecht.

„Wir müssen nun gemeinsam unser Augenmerk auf die Vorbereitung der Badesaison 2021 richten.“ Alle Anwesenden hätten bekundet, dass beide Bäder 2021 wieder geöffnet werden – wenn es die Pandemielage zulasse.

Roth betont, dass er den Ortsvorsteher von Rengshausen am Tag nach der Sitzung des Gemeindevorstandes darüber informiert habe, dass die Gemeinde dem Antrag des Ortsbeirates und des Fördervereins auf Öffnung des Bades nicht stattgeben werde. Dabei sei er davon ausgegangen, dass dieser den Förderverein umgehend informieren werde, weil beide Parteien Antragsteller waren. Da Antrag und Demonstration von beiden Parteien organisiert worden seien, müsse man davon ausgehen, dass sie sich gegenseitig in Kenntnis setzen. Er habe daher rechtzeitig informiert.

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