Nachruf

Dr. Ullrich Laabs starb mit 57 - Helfen war sein Lebensmotto

Auf dem Bild ist Dr. Ullrich Laabs zu sehen. Er steht vor einer Mauer. Er trägt einen blauen Pullover.
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Erfüllte das Ehrenamt mit Leidenschaft: Dr. Ullrich Laabs starb am Freitag mit 57 Jahren.

Er war ein echtes Kind der Region – vor allem Remsfelds. Seine Heimat lag ihm am Herzen, dafür tat er außerordentlich viel. Der Rechtsanwalt Dr. Ullrich Laabs starb am Freitag nach einer schweren Krankheit im Alter von 57 Jahren.

Knüllwald/Borken - Sein Engagement und sein Humor prägten ihn. Mit seiner lockeren und unkomplizierten Art riss er viele mit. Dem TSV 05 Remsfeld gehörte „Ulli“ von Kindesbeinen an. Dort spielte er Fußball, trainierte Jugendmannschaften und war neun Jahre Vorsitzender. Von 1996 bis 2011 war er im Vorstand aktiv, 2019 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Aufgrund seines Engagements für die Allgemeinheit wurde ihm der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen. 2002 half Laabs mit dem Verein beim Elbehochwasser und erhielt die Hochwassermedaille des Landes Sachsen-Anhalt.

Laabs war in der Borkener Feuerwehr aktiv

„Helfen war sein Lebensmotto“, sagt sein Freund Dieter Horn. Er sei ein charakterstarker, positiver Mensch gewesen, der seine Ziele mit Weitblick verfolgte. Einen schnellen Geist bestätigte auch Pfarrer Heinz Hohaus. „Ulli sprühte nur so vor Ideen, selbst dann, wenn andere schon aufgegeben hatten.“ Dass Ullrich Laabs gern half, zeigte sich auch in seinem zweiten Steckenpferd: der Feuerwehr. Von Jugend an war er Mitglied der Feuerwehr Remsfeld, war Ausbilder und zeitweise stellvertretender Wehrführer und Gemeindebrandinspektor, sagt Remsfelds Wehrführer Bernd Vollmer. Außerdem war er in der Borkener Wehr aktiv. Seine Berufswahl als Anwalt spiegelte seinen Einsatz für die Probleme anderer und die Suche nach Gerechtigkeit.

Sechs Jahre im Kirchenvorstand in Remsfeld

Laabs wuchs in Remsfeld mit zwei Geschwistern auf. Nach dem Abitur an der Theodor-Heuss-Schule studierte er Rechtswissenschaften. Später betrieb er eine Kanzlei in Borken, zog 2018 in die Bergmannstadt. Dem Homberger Gymnasium blieb er verbunden: 22 Jahre lang war er im Vorstand des Ehemaligenvereins und dort Vorsitzender. Laabs spielte im ev. Posaunenchor und war Mitglied der THS-Schulband Störlampe. Zudem war er sechs Jahre lang im Remsfelder Kirchenvorstand tätig.

Ullrich Laabs sei ein fürsorglicher Familienvater gewesen, nun hinterlässt er eine Ehefrau und zwei Söhne (21 und 23 Jahre). Die Trauerfeier findet am Samstag, 8. August, um 11 Uhr an der Friedhofskapelle in Borken statt, die Beisetzung erfolgt später im engeren Familienkreis in Remsfeld. (Christine Thiery)

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