Wohnpark für Senioren: Konzept für Anlage in Remsfeld steht

So kann der Brundershausener Wohnpark aussehen: Zwischen den Wohnungen und der Pflegeeinrichtung entsteht ein kleiner Park. Repro/Foto: Thiery

Knüllwald. Es geht es voran mit dem Altenheim in Remsfeld. 60 Plätze in einer Pflegeeinrichtung und eine Wohnanlage für betreutes Wohnen sind auf dem Areal der ehemaligen Stuhlfabrik am Remsfelder Ortseingang geplant.

Die Knüllwälder Gemeindevertreter beauftragten mit ihrem Beschluss den Konzeptentwickler Heinrich Bambey, einen Investor und Betreiber zu suchen, die sein Konzept vom Mehr-Generationen-Wohnpark Brundershausen umsetzen.

Der Clou in dem Plan ist ein Netzwerk: Kirche, Vereine und die Seniorenarbeit der Gemeinde Knüllwald sollen integriert werden, damit die Bewohner besser in das Dorf integriert werden können. Eine Koordinierungsstelle wird die Verknüpfung zum Dorf organisieren.

Attraktiv sei die gute Infrastruktur in Remsfeld, erläuterte Bambey. Er erstellte eine Bedarfsanalyse und plante das Konzept. Frisör, Andachtsraum und Multifunktionsraum sind weitere Punkte für das altengerechte Wohnen im Knüll. Küche und Wäscherei sollen auf Wunsch der Gemeinde auch am Standort Brunderhausener Weg etabliert werden. „40 Arbeitsplätze könnten so entstehen“, sagte Bambey.

In der Mitte der Anlage soll ein kleiner Park wachsen. Alles sei bislang aber noch flexibel in der Ausgestaltung, auch die Größe der Wohnungen, erläuterte Architekt Magnus Postweiler. Das Architektenbüro aus Freiburg hat sich auf den Bau von Seniorenheimen spezialisiert und arbeitet seit Jahren mit Bambey zusammen, vornehmlich in Bayern.

Die 60 Einzelzimmer mit eigener Dusche und Bad in der Pflege werden 24 Quadratmeter groß sein. Die Senioren werden in Wohngruppen mit einem Aufenthaltsraum betreut. Die geplanten Wohnungen sind in der Regel 55 Quadratmeter groß, zwei Zimmer Küche, Bad und Loggia seien Standard, aber auch größere Einheiten bis zu 100 Quadratmeter für Paare seien möglich, erläuterte der Architekt.

Heinrich Bambey

Die Wohnungen sollen von einem Bauträger erstellt und dann verkauft werden. Sie können auch als Investitionsobjekt genutzt und dann vermietet werden. Einziehen dürfen aber nur Senioren, voraussichtlich ab 50, die einen Betreuungsvertrag mit dem Betreiber der Anlage abschließen. Etwa 18 Wohnungen können entstehen.

Der Preis für die Wohnungen wird etwa 2200 bis 2300 Euro pro Quadratmeter betragen, erläuterte Bambey auf Nachfrage von Henning Seegers (CDU).

Die Anlage ist im Moment noch im Eigentum der Hessischen Landesbank. Die mittleren Hallen auf dem Gelände müssen noch abgerissen werden.

Wie Bambey erläuterte, zahlt bislang die Hessische Landesbank die Planungs- und Architektenkosten, die dann automatisch auf den Investor übergingen.

Von Christine Thiery

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