Netzwerk-Austausch zu Nachhaltigkeit – Schüler lernen in internationalen Gruppen

Wo kommt die Jeans her?

Handy-Schrott: Schüler bauten daraus einen Roboter.

Fritzlar. Was haben Jeans, Handys und Schokolade gemeinsam? Sie sind aus unserer Alltagswelt nicht mehr wegzudenken und vor allem unter Jugendlichen sehr beliebt. Gemeinsam sind ihnen aber auch die Arbeitsbedingungen, unter denen sie entstehen.

In der Netzwerk-Woche, dem Austausch in der Fritzlarer König-Heinrich-Schule (KHS), beschäftigten sich 41 Schüler aus drei europäischen Ländern in verschiedenen Workshops unter dem Oberbegriff Nachhaltigkeit damit, wie Jeans in Bangladesch und China hergestellt, Rohstoffe für Handys im Kongo abgebaut und Kakaobohnen in Afrika geerntet werden

Wie viele Menschen sterben weltweit jährlich durch Pestizideinsatz auf den Baumwoll- und Kakaoplantagen, wie viele durch die Herstellung von Elektronikbauteilen? Antworten auf diese und weitere Fragen suchten die Schüler aus Drachten (Niederlande) und aus Padua (Italien) sowie Deutschland. in Workshops, in denen auch praktisch gearbeitet wurde. Dabei standen Kreativität und internationale Zusammenarbeit im Vordergrund.

Zur gleichen Zeit befanden sich Schülergruppen der KHS in den Partnerschulen und in einer weiteren Schule in Szeged (Ungarn).

Alle drei Arbeitsgruppen untersuchten sowohl den sozialen Aspekt der Jeans-, Handy und Schokoladenproduktion (Arbeitsschutz, Kinderarbeit, modernes Sklaventum) als auch die Umweltzerstörung. Der Schwerpunkt der Arbeit lag aber in der Erarbeitung von Lösungen. Da konnten die Schüler praktisch Hand anlegen, etwa im Jeans-Workshop aus alten Jeans und Stoffresten Neues kreieren, und im Handy-Workshop aus ausgeschlachteten Altgeräten einen Roboter kreieren.

In dem Schokoladen-Workshop verarbeitete die Gruppe fair gehandelten Kakao und weitere Zutaten zu Schokolade und Pralinen, die am Abschlussabend angeboten wurden.

In einer Exkursion besichtigten die Schüler in Frankfurt einen Recyclingbetrieb und erlebten einen Workshop bei einem Chocolatier einer Schokoladenmanufaktur.

Beim Abschlussabend präsentierten die Schüler ihre Ergebnisse Eltern und Lehrern und sorgten für ein leckeres internationales Büffet mit landestypischen Gerichten.(ula)

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