Neue museale Stücke vorgestellt: Kladden, Gemälde, Trachtenpüppchen und Ofen

Kostbarkeiten im Museum

Homberg. „Das Museum ist ein großes Rad. Es dreht sich nur durch die Kraft vieler kleiner Rädchen.“ Mit diesen Worten begrüßte Stephanie Jacob-Clobes, Vorstandsmitglied im Kuratorium des Homberger Heimatmuseums, am Freitagabend die zu einem kleinen Festakt erschienenen Gäste. Anlass war der Erwerb musealer Kostbarkeiten durch Schenkung und Ankauf.

Darunter waren vierzig Kladden eines Herbariums, die einst zum Bestand der Engel-Apotheke gehörten. Einst war es weit verbreitet, Bilder durch ein Stereoskop zu betrachten. So ein Gerät von 1923, „Ica Multiplast“/Dresden, gehört nun zum Bestand des Heimatmuseums. Karin Sattler schenkte ein Gemälde mit der Sicht auf Mardorf. Ältere Homberger erinnern sich an die abgebildete Pappelallee.

Hinter Glas waren einige schöne Trachtenpüppchen zu bewundern. Nach Kriegsende wurden sie mit einfachsten Mitteln von Ilse Wenming, damals Lehrerin an der Taubstummenschule, hergestellt. „Es war eine Drecksarbeit“, hieß es, als die Leistung der Familie von Ellen Semmholtz hervorgehoben wurde. Sie hatten einen Holzhäuser Ofen abgebaut und gereinigt. Der Ankauf gelang dank einer Spende des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde (Homberg), dessen stellvertretender Vorsitzender Dr. Rudolf Günter Huber anwesend war. Beifall gab es für die musikalische Begleitung durch Katja Müller mit Flötenstücken von Telemann, Bach und Younghi Pagh-Paah (Südkorea).

Mit einem Buffet und angeregten Gesprächen klang dieser für das Museum und damit für Homberg so wichtige Abend aus.

Von Michael Meinicke

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