Kreistag stimmte Kauf von Aktien des Energieversorgers zu

Landkreis ist beim Eon-Geschäft dabei

Schwalm-Eder. Am Kauf des Energieversorgers Eon Mitte wird sich auch der Schwalm-Eder-Kreis beteiligen. Das hat der Kreistag in seiner Sitzung am Montag in Fritzlar mit großer Mehrheit beschlossen. Lediglich die FDP stimmte dagegen.

Zwölf Landkreise und die Stadt Göttingen wollen sich an dem Geschäft beteiligen. Es soll noch in diesem Jahr abgewickelt werden. Der Kaufpreis beträgt 618 Millionen, 71, 1 Millionen Euro muss der Schwalm-Eder-Kreis aufbringen. Geld wird allerdings nicht fließen. Der Kaufpreis soll ausschließlich über Kredite finanziert werden. „Wir stehen vor einem sicheren und zukunftsträchtigen Geschäft“, sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl. Der FWG-Fraktionsvorsitzende Willi Werner sah sogar eine „historische Chance“, die man nicht vorübergehe lassen dürfte.

Nach Abwägen von Chancen und Risiken erscheint auch der CDU-Fraktion die Rekommunalisierung als lukrativ. „Die Chance ist sehr groß, dass es sich rechnet“, sagte Dietrich Hahn. Der Kaufpreis sei niedrig und die Zinsen günstig. Wir sichern für die Menschen der Region die Daseinsvorsorge.

„Die Energieversorgung gehört in die Hände der Bürger und nicht in die Hände von Konzernen, die allein auf den Profit schauen“, sagte auch Hans-Joachim Böhme-Gingold.

Politik und Staat sollten sich aus solchen Geschäften heraushalten, befand Wiebke Reich (FDP). Sehr ernste Risiken für die kommunale Finanzierung.

„Der Kauf, der Zinssatz und die Laufzeit sind gut“, befand der Sprecher der Grünen, Hermann Häusling.

Auch die SPD bewertete das Geschäft überwiegend positiv. Wer wirtschaftlich tätig sei, müsse sich auch den wirtschaftlichen Risiken stellen, erklärte Günther Rudolph (SPD). Der Kreis stehe künftig in der Verantwortung, unter anderem auch für die 1300 Mitarbeiter. Mehr dazu in der gedruckten Ausgabe der HNA.

Von Heinz Rohde

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