Nach Tiefstand 2019 leichter Anstieg in Bevölkerungsstatistik

Landkreis wächst etwas

Winfried Becker Landrat des Schwalm-Eder-Kreises
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Winfried Becker

Der Schwalm-Eder-Kreis wächst – allerdings auf niedrigem Niveau. Diesen Trend im ersten Quartal 2020 weisen die Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes aus. Laut der aktuellsten Auswertung stieg die Zahl der im Landkreis wohnenden Menschen auf 179 695. Das sind 22 mehr als Ende 2019.

Das mutet wenig an, ist aber besonders beachtlich, da im vorigen Jahr die Bevölkerung im Schwalm-Eder-Kreis insgesamt um 549 Personen zurückgegangen ist und mit 179 673 erstmals unter 180 000 Bewohnern lag. Ende 2018 lebten noch 180 222 Menschen im Landkreis.

Das Minus von 0,3 Prozent war nach dem Werra-Meißner-Kreis (Minus 0,4) im vergangenen Jahr der höchste Bevölkerungsrückgang in Hessen im Vergleich mit den anderen Landkreisen und kreisfreien Städten, so das Landesamt.

„Der Trend ist leicht positiv, wir wollen das aber nicht überbewerten“, so Landrat Winfried Becker. Da der Trend seit 2015 leicht fallend war, freue er sich aber, dass man nun wieder leicht steigende Zahlen habe. „Wir sind somit bezüglich der Einwohnerzahlen im Trend stabil.“ Gründe für die positiven Entwicklungen sieht Becker unter anderem darin, dass es im Kreis gute und qualifizierte Arbeitsplätze sowie Ausbildungsplätze gibt. „In der Regel ist der Wohnraum bezahlbar, gerade für Familien ein wichtiges Kriterium.“ Ein weiterer Punkt sei die gute Infrastruktur.

Der höchste Bevölkerungsstand – nach dem bisherigen Tiefpunkt von 2019 – war im Kreis Ende 2011 mit 181 327 Einwohnern registriert worden. Ende 2006 waren noch 189 935 Menschen mit Erstwohnsitz gemeldet. Eine weitere positive Entwicklung: Es verlegen mehr Menschen ihren Lebensmittelpunkt in den Kreis als Menschen wegziehen – es gab ein Zuwanderungsplus von 448 Menschen im vorigen Jahr. „Davon profitieren wir“, so Becker. Doch dieses Plus kann die höhere Zahl der Sterbefälle gegenüber den Geburten (962) nicht ausgleichen. Auch das zeigt die Statistik: Aufgrund der Altersstruktur übersteigen die Sterbezahlen regelmäßig die Geburtenzahlen.

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